
Seit gut einer Woche ist die Scheidung des deutschen Sportartikelherstellers vom einstigen Mehrheitseigner Kering in Kraft und hat einen regelrechten Run auf die Puma-Aktie ausgelöst. Allein seit Anfang Mai hat das Papier fast 20% zulegen können. Der französische Luxusgüterkonzern hat wie angekündigt seinen Puma-Anteil von 86% auf 16% reduziert. Die Holdinggesellschaft von Kering-Chef François-Henri Pinault, Artémis, hält rund 29% an Puma. Die Mehrheit der Papiere ist nun aber im Streubesitz. Damit dürfte die Aktie des Sportartikelherstellers wieder ein Kandidat für den Aufstieg in den MDAX sein. Nach dem starken Kursanstieg in den letzten Wochen und Monaten stellt sich jedoch die Frage, ob die Aktie noch Luft nach oben hat? Puma hat mit den Zahlen in den vergangenen Quartalen bewiesen, die Wachstumsraten hochzuhalten, eine striktere finanzielle Disziplin beibehalten zu können und ein hohes Renditepotenzial asuweisen zu können. Die Analysten der Berenberg Bank erwarten, dass Puma bezüglich der Gewinnentwicklung weiter positiv überraschen kann. Mit einem KGV 2019 von 26.5 ist die Aktie allerdings im Vergleich zu Adidas (20.2) oder Nike (22.3) ambitioniert bewertet. Entsprechend nimmt die starke Kursrallye der vergangenen Wochen viele positiven Effekte der Scheidung vorweg. Wir ziehen derzeit Engagements in Adidas vor. Das Unternehmen mit den drei Streifen bietet nach den Kursrückgängen in den letzten Wochen ein deutlich grösseres Aufwärtspotenzial, ist günstiger bewertet und verfügt u.E. punkto Margenentwicklung über eine höhere Dynamik als Puma.
Konklusion:
Investierte Anleger halten die Puma-Aktie und sichern sich mit einem Stopp-Loss bei EUR 417 ab – auf diesem Niveau sehen wir die Aktie fair bewertet. Wir ziehen Adidas derzeit vor.