
Pierer Mobility, die ehemalige KTM Industries, hat sich in den vergangenen Monaten zu einem Sorgenkind in unserem Depot entwickelt. Zeitweise kratzte die Notierung an der Verlustmarke von fast 30%. Mittlerweile scheint sich im Bereich um CHF 50 jedoch ein belastbarer Boden herausgebildet zu haben, von wo aus die Aktie in den kommenden Monaten zumindest wieder etwas verlorenes Terrain gutmachen sollte. Denn operativ läuft es für den europäischen Motorradhersteller weiter sehr gut. So konnte Pierer den Absatz von Motorrädern der Marke KTM und Husquarna vergangenes Jahr um 7% auf 280‘099 Stück ausweiten – ein Rekord. Die vorgelegten Zahlen deuten darauf hin, dass Pierer vor allem in den USA, aber auch in Australien und Indien starke Marktanteilsgewinne eingefahren haben dürfte. 2020 dürfte der bisherige Absatzrekord erneut fallen. Denn die Kartellbehörden haben ihr OK für das Joint Venture mit der spanischen Motorradmarke GasGas gegeben, die nun 2020 in den Pierer-Konzern integriert werden soll. Dass GasGas im laufenden Jahr drei neue Modelle an den Start bringen will, könnte die Absatzzahlen zusätzlich anschieben. Darüber hinaus könnte das neue Zweitlisting der Aktie von Pierer Mobility in Frankfurt an der Deutschen Börse dem Titel aus seinem Tief helfen. Die bisherige Zweitnotierung in Wien wird aufgegeben. In Deutschland könnte die Aktie etwas mehr Beachtung auch von Kleinanlegern und in der Presse finden, was den Aktienkurs auch in der Schweiz stützen sollte.
Konklusion:
Operativ läuft es für Pierer Mobility seit vielen Quartalen rund. Dennoch erfreut sich der Titel keiner Liebe durch die Anleger. Wir hoffen, dass sich diese Tristesse an der Börse nun verflüchtigt!