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Jahr 2022

Pierer Mobility

Die Coronakrise hat dem Motorrad- und E-Bike-Hersteller einen Boom beschert. Viele Menschen sind aus Angst vor einer Ansteckung mit Sars-CoV-2 nach dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 auf ein Zweirad umgestiegen, um dem Infektionsrisiko im ÖV aus dem Weg zu gehen. Dabei wurden 2020 rund 270’400 Motorräder (Vorjahr: 280’099) und 56’064 E-Bikes verkauft. In Europa lag der Absatz der Händler bei rund 100’000 Motorrädern und 56’064 E-Bikes. Der Umsatz dürfte gemäss ersten, ungeprüften Zahlen von EUR 1.52 Milliarden auf EUR 1.53 Milliarden gestiegen sein. Die Erlöse trotz des zweimonatigen Vertriebsunterbruchs zur Hauptsaison in Europa (März bis Mai 2020) zu steigern, verdient u.E. Applaus. Wir sind überzeugt, dass Pierer Mobility auch im laufenden Jahr der Trend zum Zweirad zugutekommen wird. Die Menschen fühlen sich auf zwei Rädern besser vor dem Virus geschützt als durch Masken und Abstandhalten im Zug, Bus oder Tram. Wir halten es daher für möglich, dass Pierer bereits in diesem Jahr den Umsatz in die Nähe von EUR 2 Milliarden steigern kann.

Konklusion:
Investierte Anleger lassen die Gewinne bei Pierer Mobility laufen. Allerdings scheint das weitere Aufwärtspotenzial mittlerweile begrenzt, was Neuinvestments weniger attraktiv erscheinen lässt.