+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
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Jahr 2022

Partners Group

Der Aufstieg in den Schweizer Börsenolymp ist geschafft. Seit dem 21. September ist der Finanzdienstleister Partners Group offiziell Teil des Swiss Market Index. Dafür musste der Temporärarbeitsvermittler Adecco seinen Platz räumen. Fonds und ETFs, die den SMI als Basis nutzen, mussten die Änderung bis zum 18. September vollziehen. Als die Private Equity Spezialisten aus Zug im März 2006 an die Börse gingen – die Finanzkrise schien damals noch weit entfernt – erregte das Unternehmen nur bei eingefleischten Börsenprofis Aufmerksamkeit. Doch schon damals zeichnete sich ab, dass die Aktie auf lange Sicht ein erfolgversprechendes Investment sein könnte. Zwar sackte der Aktienkurs im Zuge der Finanzkrise kräftig ab und notierte am Tiefpunkt bei nur gut CHF 50. Doch seitdem ist der Aufstieg unaufhaltsam. Seit dem IPO liefert die Aktie eine annualisierte Rendite von 24% ab – das ist mehr als nur beachtlich. Das Geschäftsmodell des Zuger Unternehmens ist recht schnell erklärt: Sie suchen rund um den Globus nach unterbewerteten, nicht börsennotierten Unternehmen und kaufen diese ganz oder teilweise auf. Das Ziel: Das Unternehmen oder die Beteiligung zu einem späteren Zeitpunkt mit Gewinn wieder zu veräussern. Diese Beteiligungen werden in einem Fonds gebündelt, in welche finanzstarke Anleger wie institutionelle Investoren, Family Offices oder wohlhabende Privatkunden investieren können. Partners Group profitiert geschäftlich von jenen Einflüssen, die in der Finanzbranche eigentlich immer tiefere Sorgenfalten hervorrufen. Die ultralockere Geldpolitik der Notenbanken und der damit verbundene Anlagenotstand zwingen vor allem grosse, institutionelle Investoren die Notwendigkeit auf, sich auf die Suche nach renditeträchtigen Investments zu begeben. Private Equity ist für viele dieser Grossinvestoren mittlerweile ein probates Mittel, um gegen das schwierige Umfeld anzukämpfen. Dass die Geschäfte derzeit branchenweit laufen, zeigt auch der französische Finanzinvestor Ardian. Mit EUR 2 Milliarden ist der neue Private-Equity-Fonds von Ardian doppelt so gross wie sein Vorgänger. Das Fundraising dauerte trotz Corona lediglich ein halbes Jahr. Auch dies sind gute Nachrichten für Partners Group. Kurzfristig dürfte nach der Aufnahme in dem SMI und der starken Kursrallye seit dem Coronacrash Mitte März allerdings bei Partners Group die Luft etwas raus sein. Die mittel- bis langfristig sehr guten operativen Aussichten überzeugen aber.

Konklusion:
Die lockere Geldpolitik der Notenbanken ist eine der wesentlichsten Kursstützen der Aktie, denn sie befeuert den Anlagenotstand. Langfristig bleibt der Titel eine sehr spannende Story.