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Jahr 2025
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Jahr 2024
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Jahr 2023
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Jahr 2022

Nvidia

Wir hatten die Aktie des amerikanischen Chip- und Grafikkartenherstellers in Ausgabe 30/2018 bei USD 253 auf „Halten“ gestuft. Zugleich warnten wir jedoch davor, dass die Aktie nach dem Höhenflug in den zurückliegenden Jahren vor einer Neubewertung stehen könnte. Zwar stieg der Aktienkurs zunächst noch bis auf USD 289. Doch seit Ende September erlebt der Titel eine massive Korrektur. Ende Oktober notierte die Aktie mit USD 185 über USD 100 unter dem Allzeithoch Ende September. Damit hatten sich die Kursgewinne, welche die Aktie im bisherigen Jahresverlauf zeitweise verbuchen konnte, komplett in Luft aufgelöst. Zudem wurde unser Stop-Loss-Limit, welchen wir bei USD 200 gesetzt hatten, unterschritten. Damit stufen wir die Aktie automatisch auf „Verkaufen“ zurück – auch wenn das Papier kurzzeitig nochmals über die Marke von USD 200 stieg. Die jüngst vorgelegten Quartalszahlen sind zudem nicht dazu angebracht, um der Aktie kurzfristig neuen Rückenwind zu verleihen. Zwar konnte Nvidia die Erlöse um 20% auf USD 3.18 Milliarden im dritten Quartal ausweiten. Damit bleibt der Konzern aber recht deutlich hinter den Erwartungen der Analysten von im Schnitt USD 3.24 Milliarden zurück. Wirklich enttäuschend war jedoch der Ausblick auf das laufende Weihnachtsquartal. Denn statt satter Weihnachtsgeschäfte schockte Nvidia mit einem im Vergleich zum Vorquartal deutlich rückläufigen Umsatz. Nvidia erwartet Erlöse in Höhe von nur USD 2.7 Milliarden. Im Schnitt hatten Analysten hingegen mit Umsätzen von USD 3.4 Milliarden im Schlussquartal 2018 gerechnet. Nvidia produziert unter anderem Chips für Grafikkarten, die zur Erzeugung von Kryptowährungen wie den Bitcoin eingesetzt werden. Die Nachfrage von derartigen Chips ging aber zurück. Die nachlassende Dynamik in der Krypto-Industrie macht sich mittlerweile deutlich stärker bemerkbar als erwartet und kann von den neuen Chip-Produkten des Konzerns nicht gänzlich wettgemacht werden. Eine weiter hohe Nachfrage für die Grafikkarten von Nvidia gibt es indes aus der Videospielbranche, zudem werden sie für zahlreiche KI-Anwendungen (Künstliche Intelligenz) benötigt. Dies dürfte unter dem Strich zu Wachstum führen, welches aber deutlich unter dem Niveau der vergangenen gut zweieinhalb Jahre liegen dürfte. Auch wenn die Aktie nach den massiven Kursverlusten in den zurückliegenden Wochen optisch billig ist, so erscheint uns die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Korrektur noch nicht gänzlich gelaufen ist. Die Wachstumsstory, welche die Aktie über Jahre trug, ist ausgelaufen. Entsprechend muss nun eine neue Basis für die Bewertung von Nvidia gefunden werden. Wir gehen davon aus, dass dafür weitere Kursverluste notwendig sind.

Konklusion:
Nachdem der Titel unser Stop-Loss-Limit unterschritten hat, haben wir die Aktie automatisch auf „Verkaufen“ zurückgestuft. Für einen Wiedereinstieg ist es noch zu früh. Die Neubwertung ist in vollem Gange.