
Der weltgrösste Insulinhersteller hat seine Aktionäre auf schwierigere Zeiten eingestimmt. Nicht nur das Novo Nordisk die Umsatz- und Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr um je einen Prozentpunkt nach unten revidiert hat, vielmehr stösst den Anlegern der mittel- bis langfristige Ausblick bitter auf. Das Unternehmen verweist dabei u.a. auf das sich seit Jahresanfang massiv verschlechterte Marktumfeld in den USA. Preise für Insulin und Wachstumshormone würden unter Druck stehen. Zudem sei die Generika-Konkurrenz hoch und Patientenvertretungen hätten massive Rabatte ausgehandelt, hiess es. Dies hört sich nicht nach einem Einmaleffekt an, sondern um eine dauerhaft schwierige Marktsituation. Noch im Februar dieses Jahres ging Novo Nordisk davon aus, das operative Ergebnis langfristig um 10% zu steigern. Neu rechnet der dänische Pharmakonzern nur noch mit einem Wachstum von 5%. Damit dürften die langfristigen Ergebnisprognosen der Analysten, die für das Jahr 2020 einen operativen Gewinn von DKK 65.5 Milliarden in Aussicht gestellt haben, nur noch Makulatur sein. Konkret erwartet Novo Nordisk für 2017 nur noch einen Umsatzanstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Der Gewinn könnte im schlechtesten Fall sogar stagnieren. Angesichts dieses düsteren Ausblicks erscheinen die gegenwärtigen Konsensprognosen der Analysten deutlich zu hoch gegriffen. Entsprechend rechnen wir mit zahlreichen Prognoserevisionen in den kommenden Wochen, was die Abwärtsfahrt der Aktie beschleunigen dürfte.
Konklusion:
Der Himmel über Novo Nordisk hat sich massiv eingetrübt. Wir fürchten, dass die Aktie infolge anstehender Prognoserevisionen auf bis zu DKK 180 abrutschen könnte. Verkaufen!