
Die Kennzahlen für das vierte Quartal sowie das Gesamtjahr 2017 brachten keine grösseren Überraschungen hervor. Mut macht jedoch, dass sich das Unternehmen mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr wieder deutlich optimistischer zeigt. Denn wie das abgelaufene Geschäftsjahr zeigt, konnte Novartis den sog. Patent-Cliff umschiffen. Die Umsatzeinbussen, die der Pharmamulti durch Generika bei Gleevec/Glievec erlitt konnten durch neue Produkte wie Cosentyx und Entresto mehr als wettgemacht werden. Der neue operative Schwung zeigte sich v.a. im vierten Quartal, in dem der Umsatz in USD um starke 5% und das operative Kernergebnis in USD sogar um 7% gestiegen waren. Nach zwei Übergangsjahren sollte Novartis im laufenden Jahr wieder dynamischer wachsen. Der Konzern stellt ein Umsatzplus im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht. Beim operativen Kernergebnis rechnet der Pharmakonzern mit einem Anstieg im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Zeichen der Besserung haben sich auch bei der problembeladenen Augensparte Alcon gezeigt. Der Umsatz stieg mit gut 8% stärker als erwartet, und auch punkto Profitabilität konnte die Konzernsparte besser abschneiden als in Aussicht gestellt. Insgesamt sind die Zahlen für 2017 solide und schüren die Hoffnung, dass der Konzern die Patentklippe nachhaltig überwunden hat. Novartis hat einige neue Produkte lanciert, wie zum Beispiel das Herzmedikament Entresto, das stärker nachgefragt wird als erwartet. Ein Trend, der sich fortsetzen und das Erlöswachstum über die Zeit beschleunigen sollte.
Konklusion:
Die Vorzeichen für das neue Geschäftsjahr sind gut. Kann Novartis den Schwung aus dem vierten Quartal ins Jahr 2018 übertragen, dürfte der Multi schneller wachsen als in Aussicht gestellt wird.