
Der Basler Pharmamulti hat mit den jüngst vorgelegten Zahlen für das zweite Quartal weder geglänzt, noch für grössere negative Überraschungen gesorgt. Der Umsatz war in USD gerechnet mit 12.24 Milliarden leicht rückläufig (-2%) und das operative Kern-Ergebnis stieg hingegen um 9% auf USD 2.28 Milliarden – damit konnte Novartis die Profitabilitätserwartungen der Analysten schlagen. Unter dem Strich konnte Novartis dank Veräusserungsgewinnen und geringeren Abschreibungen ein Gewinnplus von 9% auf USD 1.98 Milliarden verbuchen. Vor allem beim Blick auf das Problemkind Alcon scheint sich Besserung einzustellen. Die Augenheilsparte scheint endlich von den gesteigerten Marketing-Aktivitäten zu profitieren und wächst wieder. Der Umsatz stieg zu konstanten Wechselkursen um 3%. Wie es mit der Sparte weitergehen soll, will der Pharmakonzern bis Ende des Jahres den Aktionären mitteilen. Da es letztlich darum geht, einen Mehrwert zu schaffen, hoffen wir auf den Verkauf oder eine Abspaltung der Konzernsparte. Während bei Alcon die operative Wende zu gelingen scheint, ergeben sich bei der Generika-Tochter Sandoz neue Fragezeichen. Der Spartenumsatz sank aufgrund eines steigenden Preisdrucks und wegen der verzögerten Einführung eines biologischen Nachahmers (Biosimilars) unerwartet stark. Wir gehen davon aus, dass sich die Fokussierung auf Biosimilars mittelfristig auszahlt und wiederein sich beschleunigendes Wachstum einstellt.
Konklusion:
Viel Fantasie können die Quartalszahlen von Novartis zwar nicht wecken. Dennoch erscheinen uns die langfristigen Aussichten und die tiefe Aktienbewertung attraktiv.