
Die Investoren haben mit grosser Euphorie auf eine positive Studie zum Gichtmedikament Ilaris reagiert. Denn Novartis habe in einer zulassungsrelevanten klinischen Studie beweisen können, dass das bereits gegen die Stoffwechselkrankheit CAPS und gegen Gicht zugelassene Mittel Ilaris auch bei Herzpatienten wirke. So weit, so gut. Das Ganze hat bisher nur einen Haken: Der Preis! So schreiben die Analysten der UBS: «Für die bestehenden Indikationen kostet Ilaris pro 180-mg-Fläschchen USD 16800 (Quelle: GoodRx). Das bedeutet, dass die quartalsweise eingenommene Dosis von 50 mg, die im Rahmen der Studie getestet wurde, pro Jahr und Patient USD 18667 (oder USD 67200, falls ein Fläschchen nicht mehrmals verwendet werden kann) kosten würde. Bei der vierteljährlichen 150-mg-Dosis würden pro Patient jährliche Kosten von USD 56000 (bzw. USD 67200) resultieren, bei der 300-mg-Dosis wären es USD112000 (bzw. USD 134400).» Es ist derzeit zwar völlig offen, bei welchem Einstiegspreis die Kostenträger die Verwendung eines Stoffs dieser Art befürworten würden.
Konklusion:
Die Ilaris-Studie überrascht positiv. Aber es ist noch viel zu früh, um daraus Rückschlüsse auf die finanzielle Realität zu schliessen. Der Preis könnte ein Knackpunkt werden.