+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

Northrop Grumman

Wir hatten unser Exposure im amerikanischen Rüstungssegment bereits Mitte 2016 und somit lange vor den US-Präsidentschaftswahlen massiv ausgeweitet. Denn bereits damals zeichnete sich ab, dass die weltweiten Rüstungsausgaben in den kommenden Jahren deutlich steigen würden. Mit Boeing, General Dynamics, Lockheed Martin, Northrop Grumman und Raytheon haben wir das Segment in unserem amerikanischen Gesamtdepot deutlich übergewichtet. Dass die Branche durch den Wahlsieg des Republikaners Donald Trump einen Schub erleben würde, ist wenig überraschend. Satte 20% hat der Dow Jones Aerospace und Defense Index seit dem 04. November 2016 zugelegt. Bereits kurz nach seiner Wahl hatte Trump angekündigt, die Anzahl der US-Soldaten um 90‘000 Mann auszubauen, 42 zusätzliche Schiffe und 100 weitere moderne Kampfflugzeuge zu ordern sowie ein besseres nukleares und raketengestütztes Abwehrsystem zu installieren. Ausgaben, von denen Rüstungskonzerne wie General Dynamics oder Raytheon unmittelbar profitieren dürften. Zuletzt konkretisierte Trump seine Pläne und kündigte an, den Verteidigungsetat um USD 54 Milliarden erhöhen zu wollen – Mehrausgaben, die vor allem durch Einsparungen in anderen Ressorts finanziert werden sollen. Wir halten diese Pläne für durchaus realistisch. Denn Trump kann sich zumindest in diesem Punkt auf die republikanische Mehrheit im US-Kongress verlassen. Ob die Budgeterhöhung auf einen Schlag oder über mehrere Haushaltsphasen erfolgt, ist unseres Erachtens derzeit noch offen, was letztlich aber nur eine untergeordnete Rolle spielt. Mittel- bis langfristig werden – und nur dies würde Trumps Slogan „America First“ entsprechen – ausschliesslich US-Rüstungskonzerne von der Budgeterhöhung profitieren. Allerdings ist Trump zugleich auch ein grosses Risiko für die Branche bzw. einzelne Unternehmen. So hatte der Präsident im Dezember den Flugzeugbauer Lockheed Martin unter Druck gebracht, indem Trump öffentlich die seiner Ansicht nach zu hohen Preise für einen Tarnkappenbomber anprangerte. Die Aktie verlor daraufhin gut 10%, konnte sich jedoch schnell wieder erholen. Insgesamt sind die mittel – bis langfristigen Aussichten für die Branche ausgezeichnet und versprechen deutlich ansteigende Umsatz- und Gewinnzahlen, wodurch die hohen Bewertungen der Unternehmen relativiert werden. Nach der sehr guten Performance in den zurückliegenden Monaten schätzen wir das weitere Aufwärtspotenzial auf gut 10% bis 15%. Darüber hinaus bietet die Branche auch einen gewissen Schutz für den Fall, dass die Aktienmärkte aufgrund der Unberechenbarkeit des Präsidenten wieder schwankungsanfälliger werden. Denn Rüstungswerte gelten als krisenfest und konjunkturunabhängig, wodurch sie für Anleger in stürmischen Börsenzeiten als sicherer Hafen fungieren könnten.
Konklusion:
Die Aussichten für den amerikanischen Rüstungssektor sind sehr gut. In stürmischen Börsenzeiten können die Aktien zudem als sicherer Hafen betrachtet werden. Wir bestätigen unsere Kauf-Empfehlungen.