
Die Aktie des Windkraftanlagenbauers bleibt nur etwas für sehr risikofreudige Anleger. Zwar konnte das Unternehmen in den vorangegangenen Wochen gleich mehrere Grossaufträge vermelden – u.a. aus Spanien und Brasilien. An der Börse feierten die Investoren diese positiven Meldungen mit starken Kursbewegungen. Ausgehend vom Jahrestief am 29. März EUR 7.07 schoss die Aktie bis Mitte Juni auf EUR 11.30 – ein Kursplus von satten 60%. Doch die Rallye hat sich wie von uns erwartet als nicht nachhaltig erwiesen. Gewinnmitnahmen, eine steigende Risikoaversion der Anleger und nicht zuletzt negative Analystenkommentare liessen den Aktienkurs zuletzt aber wieder taumeln. Wir bleiben mit Blick auf Nordex im Speziellen und auf die Windindustrie im Allgemeinen weiter zurückhaltend. Die Branche steckt nach wie vor in einer tiefgreifenden Konsolidierung, die unseres Erachtens noch lange Zeit anhalten wird. Bei Nordex rechnen wir mit nachlassenden Spareffekten und negativen Auswirkungen der steigenden Stahlpreise.
Konklusion:
Wir halten an unserer Verkaufsempfehlung unverändert fest. Unseres Erachtens liegen die Erwartungen der Anleger mit Blick auf dieses und kommendes Jahr zu hoch. Enttäuschungen sind vorprogrammiert.