
Unser Depotwert treibt die Bereinigung seiner Geschäftssparten voran. Vor wenigen Tagen teilte das Unternehmen mit, dass man den verlustreichen Ausflug ins Geschäft mit vernetzten Waagen, Blutdruckmessern und Armbanduhren beendet habe und die Gesundheitssparte verkauft habe. Ein Verkaufspreis wurde nicht genannt. Auf dem Handelsparkett wird jedoch gemutmasst, dass Nokia die Sparte mit Verlust verkauft habe. Die Finnen hatten das Geschäft 2016 unter dem Namen Withings für EUR 160 Millionen erworben. Der Verkaufspreis dürfte zwischen EUR 30 Millionen bis EUR 40 Millionen betragen haben. Wir erachten den Verkauf – trotz des Verkaufsverlustes – als strategisch sinnvoll. Nun kann Nokia seine Ressourcen voll auf das Geschäft mit Netzwerkausrüstungen fokussieren – ein Geschäft, das angesichts des bevorstehenden Ausbaus des Mobilfunknetzes auf den neuen Standard „5G“ grosses Wachstumspotenzial verspricht. Zwar war der diesbezügliche Auftragseingang zu Beginn des Jahres schwach. Wir erwarten jedoch eine deutliche Beschleunigung im zweiten Semester des laufenden Jahres. Denn zahlreiche Mobilfunkanbieter haben den Start des neuen Mobilfunknetzes auf das Jahr 2019 taxiert. Aus unserer Sicht ist Nokia sehr gut positioniert, um sich im Wettbewerb mit den Konkurrenten Ericsson aus Schweden und den beiden chinesischen Konkurrenten Huawei und ZTE durchzusetzen. Die Aktie ist vor allem für Investoren mit einer höheren Risikoneigung geeignet.
Konklusion:
Die Portfoliobereinigung bei Nokia gefällt uns. Das Geschäft mit der Gesundheit war ein Verlustbringer, und eine Wende zum Besseren hat sich nicht abgezeichnet. Die Aktie bleibt ein „Kauf“.