+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

Nike

Die Aktie des amerikanischen Sportartikelherstellers gehörte 2016 zu den grossen Verlierern im Dow Jones Index. Fast 20% hatte der Titel im Verlauf des Jahres verloren. Zuletzt bildete das Papier im Bereich zwischen USD 50 bis USD 52 einen kräftigen Boden aus, welche der Aktie zu einer Aufholjagd im laufenden Jahr dienen könnte. Denn operativ scheint der weltweit grösste Sportartikelhersteller nach einem schwierigen Jahr die Wende einleiten zu können. Die kurz vor Weihnachten 2016 vorgelegten Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2017 waren deutlich besser als erwartet. Der Umsatz stieg um 6% auf USD 8.2 Milliarden. Wechselkursbereinigt kletterten die Einnahmen sogar um acht Prozent. Unter dem Strich verbuchte der Konzern einen Nettogewinn von USD 842 Millionen – ein Plus von 7% gegenüber dem Vorjahresergebnis. Nicht wenige Analysten hatten für das erste Quartal mit dem ersten Gewinnrückgang seit Jahren gerechnet. Positiv ist aus unserer Sicht vor allem der wieder positivere Blick auf das Basketball-Geschäft – eines der wichtigsten Geschäftsfelder des Konzerns mit dem „Swoosh“ – das charakteristische Markenzeichen des Nike-Konzerns. Im zurückliegenden Geschäftsjahr hatte der Konzern vor allem die Aufholjagd des grossen Wettbewerbers Adidas gespürt. Der Konzern mit den drei Streifen hat mit dem Basketball-Profi Damian Lillard und dem Rapper Kanye West zwei starke Markenbotschafter an Land gezogen – Adidas gehört je länger je stärker bereits zur urbanen Kultur in Amerika und wird nicht mehr nur als reine Sportmarke wahrgenommen. Nike geht mit einem Ausrüstervertrag für die amerikanische Profi-Basketball-Liga NBA nun in die Offensive. Zudem stattet der Konzern die NBA-Giganten LeBron James und Kevin Durant aus – zwei absolute Lieblinge der Fans. Nike konnte den Umsatz auf dem US-Heimatmarkt immerhin um 3% steigern und dürfte dank der neuen Werbeinitiativen im laufenden Jahr wieder dynamischer wachsen. Das wirklich grosse Wachstum im Basketball-Geschäft findet der Konzern jedoch in Asien, genauer gesagt in China. Dort zählt Basketball zu den absolut beliebtesten Sportarten – gemäss Umfragen werfen 13% der Chinesen regelmässig Körbe. Im vergangenen Quartal steigerte Nike seine Erlöse in dem Land währungsbereinigt um 17% auf über USD 1 Milliarde. China ist damit längst der zweitwichtigste Markt der Amerikaner und verfügt noch über reichlich Wachstumspotenzial, welches Nike als Marktführer leicht abschöpfen sollte. Wir gehen davon aus, dass die Analysten ihre Prognosen in den kommenden Wochen anheben werden, was den Aktienkurs beflügeln sollte.
Konklusion:
Die Schwäche im Basketball-Business scheint Nike überwunden zu haben. Vor allem in Asien lockt hohes Wachstum. Wir rechnen mit einer starken Kurserholung in den kommenden Monaten.