
Es war der schwächste Jahresstart in der zurückliegenden Dekade. Nestlé wuchs im ersten Jahresviertel 2017 organisch noch gerade um 2.3%. Im Vorjahr wuchs der Nahrungsmittelmittelmulti noch um 3.9% – bereits dies wurde von zahlreichen Marktteilnehmern als schwach bezeichnet. Der Konzernumsatz stagnierte auf CHF 21 Milliarden. Dennoch hat der seit Jahresanfang amtierende Konzernchef Ulf Mark Schneider keinen Fehlstart hingelegt. Denn branchenweit sind die Wachstumszahlen auf dem Rückgang und Nestlé schlägt sich im Quervergleich noch ansprechend. Zudem konnte Nestlé die Vorgaben der Analysten schlagen: Das interne Realwachstum stieg um 1.3%, und das Pricing verbesserte sich bis auf 1.0%. Damit lagen beide Werte über dem Konsens (+1.2% bzw. +0.9%). Wir erwarten, dass Schneider dem Lebensmittelkonzern neuen Schwung verleihen kann, wobei vor allem das zukunftsträchtige Geschäft mit Gesundheitsprodukten (Hautpflegeprodukte und Nahrung für Alte und Kranke) langfristig Wachstum generieren sollte.
Konklusion:
Nestlé sollte im Jahresverlauf wieder mehr Schwung bekommen. Wir glauben, dass der neue CEO dem Konzern langfristig neue Dynamik geben kann. Nestlé ist ein Basisinvestment in der Schweiz.