
Einmal vom Himmel zur Hölle und wieder zurück – so lässt sich die Kursentwicklung des Bausoftwareanbieters Nemetschek beschreiben. Während des Aktienmarktcrash zwischen Mitte Februar bis Mitte März verlor der Titel mehr als 50% an Wert. Seitdem haussiert die Aktie und hat inzwischen das Vorkrisen-Niveau von Mitte Dezember bereits wieder erreicht. Dass der Konzern vor wenigen Tagen vor einem schwachen Geschäftsgang im zweiten Quartal warnte, schockte an der Börse niemanden mehr. Zumal sich Nemetschek im ersten Quartal noch immer sehr gut schlug. Der Umsatz wuchs um fast 13% auf EUR 146.6 Millionen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wurde um 14% auf EUR 41.8 Millionen gesteigert. Unter dem Strich resultierte ein Gewinnanstieg von 9.3% auf EUR 21.4 Millionen. Eine solide Basis, weswegen Nemetschek an den bisherigen Jahresprognosen trotz allem festhält. In Q3 und Q4 rechnet das Unternehmen mit wieder anziehenden Geschäften.
Konklusion:
Nemetschek ist an der Börse mittlerweile EUR 6.4 Milliarden wert – deutlich mehr als die DAX-Werte Lufthansa oder Covestro. Nach der Rallye scheint das kurzfristige Upside-Potenzial beschränkt!