
Die wackelnde Nikola-Story (siehe Ausgabe 35/2020) belastet auch das Partner-Unternehmen Nel ASA. Das Papier der Norweger ist im Zuge des „Nikola-Skandals“ stark unter die Räder gekommen und sackte zeitweise auf den tiefsten Stand seit Anfang Juni dieses Jahres ab. Der Hintergrund: Nikola plante, in den kommenden Jahren eine Wasserstoff-Infrastruktur aufzubauen. Nel galt als potenzieller Zulieferer bei der Fertigung von Wasserstofftankstellen und den dazugehörenden Elektrolyseuren. Wir erachten den jüngsten Kurseinbruch bei Nel jedoch als übertrieben. Zwar ist Nikola ein wichtiger Partner. Aber die Norweger sitzen auf einer Reihe von Projekten und Partnern, die es dem Unternehmen ermöglichen sollten, eine Schlüsselrolle bei der Evolution des „grünen“ Wasserstoffmarktes einzunehmen. Kurzfristig dürfte das Nikola-Desaster jedoch die Stimmung trüben und die guten Zukunftsaussichten des Unternehmens überschatten.
Konklusion:
Kurzfristig dürfte die Aktie von Nel ASA unter Druck bleiben. Der Nikola-Skandal überschattet die Aussichten des Unternehmens, denn die Amerikaner spielen eine tragende Rolle für die Norweger.