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Jahr 2022

Monsanto

Der amerikanischen Agrarkonzern Monsanto sorgt mit einer Gewinnwarnung für Ernüchterung. Nachdem der Konzern, der im vergangenen Jahr erfolgslos versuchte die schweizerische Syngenta zu übernehmen, im Januar 2016 bereits davor gewarnt hatte, dass der Gewinn am untere Ende der ausgegebenen Gewinnspanne von USD 5.10 bis USD 5.60 pro Aktie liegen werde, musste der Konzern nun nochmals tiefer stapeln. Neu geht Monsanto nur noch von einem Gewinn pro Aktie von USD 4.40 bis USD 5.10 für das vergangene Geschäftsjahr aus. Einerseits bläst dem Konzern der starke US-Dollar entgegen, was den Gewinn um USD 0.25 bis USD 0.30 drücken dürfte. Hinzu kommt, dass eine neue Sojabohne erst später als ursprünglich geplant auf den Markt kommt, was den Gewinn pro Aktie um gut USD 0.15 drücken dürfte. Auch das schwache Preisumfeld für Saatgut belastet mit gut USD 0.15. Wir gehen davon aus, dass sich die Agrarbranche weiter am oder in der Nähe des zyklischen Tiefpunktes befindet. Ungewöhnlich ist jedoch, dass sich der Abschwung im Vergleich zu früheren Phasen deutlich in die Länge zieht – was wir vor allem auf die ebenfalls ungewöhnliche lange Aufschwungsphase in den Jahren zuvor zurückführen. Für Monsanto könnte zudem das neuen Sojabohnenprodukt, welches ein erklärter Wachstumstreiber sein sollte, zum Problem werden. Noch steht die Zulassung des Produktes aus. Verzögert sich die Zulassung weiter, könnte dies dazu führen, dass das Produkt erst in einer späteren Aussaatsaison eingesetzt wird.

Konklusion:
Wir halten das weitere Abwärtspotenzial bei Monsanto für beschränkt. Das grösste Risiko ist die sich verzögernde Zulassung des neuen Sojaproduktes. Investierte Anleger halten den Titel.