
Margo Georgiadis war im Februar 2017 als grosse Hoffnungsträgerin für den strauchelnden Spielzeughersteller von Google geholt worden. Nun hat sie überraschend das Handtuch geworfen. Auch sie schaffte es nicht, den Abwärtstrend aufzuhalten. Elektrisches und vernetztes Spielzeug und die Expansion in Asien sollten den Konzern auf Erfolgskurs bringen. Nur ein Erfolg blieb aus. Verschärft wurde die ohnehin trübe Geschäftslage durch die Insolvenz der Spielwarenkette Toy‘R‘Us. Bei Mattel sank der Umsatz im vergangenen Jahr um 12%, der Aktienkurs hat sich in der Ära Georgiadis gut halbiert. Nun soll der Entertainment- und Youtube-Spezialist Ynon Kreiz die Wende einleiten. Experten sehen in Youtube, Instagram und anderen Social-Media-Kanälen die Heilung des Problems der Spielehersteller. Die Konzerne müssen ihre Waren dort besser vermarkten – damit die Kinder, die ständig an ihren Smartphones kleben, dort als Zielgruppe erreicht werden. Der erneute Chef-Wechsel sorgt u.E. für ein erhöhtes Mass an Unsicherheit und zeigt zugleich, dass bei Mattel die Uhr auf fünf vor zwölf steht.
Konklusion:
Bei Mattel geben sich die CEO in den letzten Jahren regelrecht die Klinke in die Hand. Jeder mit einem neuen Erfolgskonzept. Gewirkt hat bis heute keines. Wir sehen mittelfristig auch unter Kreiz keine Wende.