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Mattel

Wir hatten bereits in Ausgabe 15/2017 auf die zunehmende Wahrscheinlichkeit hingewiesen, dass sich der amerikanische Spielzeughersteller einer Übernahme durch einen Konkurrenten öffnen werde. Wir hatten den Wettbewerber Hasbro dabei an erster Stelle gesehen. Nun scheint es so weit zu sein. Gemäss amerikanischen Medienberichten soll Hasbro an dem schwächelnden Barbie-Hersteller interessiert sein. Ein öffentliches Übernahmeangebot liegt zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vor. Mattel kämpft seit Jahren gegen einen zunehmenden Bedeutungsverlust. Die Umsätze und Gewinne sinken, zuletzt musste Mattel sogar die Dividende streichen. Die Pleite von Toy‘r‘us hat die Talfahrt des Konzerns nochmals beschleunigt. Es brennt an allen Ecken und Ende. Denn wie sich seit dem Frühjahr immer deutlicher abzeichnet, scheint der Turnaround bei Mattel aus eigener Kraft nicht zu gelingen. Auch die zuletzt angekündigten Restrukturierungsmassnahmen (vgl. Ausgabe 40/2017) sind aus unserer Sicht nicht zielführend, da sie die beiden grössten Probleme des Konzerns nicht beheben. 1. Mattel fehlt eine Strategie, um sich gegen die zunehmende Konkurrenz aus der Tech-Ecke zu wehren – zumal der Plan, die Kinderspielzimmer zu vernetzen, heikel ist. Denn für viele Eltern dürfte eine Barbie-Puppe, die direkt mit dem Internet verbunden ist und somit allerlei Möglichkeiten des Missbrauchs eröffnet, wenig attraktiv erscheinen. 2. Mattel fehlt ein starker Partner im Merchandising-Geschäft. Hasbro produziert bspw. Spielzeug für Disney-Filme wie „Beauty and the Beast“, „Star Wars“, „Frozen“ oder „Cars“ – ein Milliardengeschäft.
Konklusion:
Die Übernahmespekulation treibt die Mattel-Aktie derzeit kräftig an. Sollte sich dies nicht bewahrheiten, droht erneut ein Absturz. Aus fundamentaler Sicht drängt sich kein Investment auf.