
Start ins letzte Jahresdrittel könnte neuen Schwung bringen
Weniger schlechte Quartalszahlen als erwartet, aber nur verhaltene Unternehmensausblicke und sich bereits wieder abschwächende vorlaufende Konjunkturindikatoren drücken im Moment auf die Stimmung europäischer Anleger. Hinzu kommen die Unsicherheiten, welche mit dem wieder deutlich anziehenden Pandemiegeschehen in Europa einhergehen. Die Sorge, dass europäische Regierungen angesichts der markant steigenden Neuinfektionszahlen mit SARS-CoV-2 erneut zu drastischen Massnahmen greifen, um die Pandemie unter Kontrolle zu kriegen, ist allgegenwärtig. Entsprechend kommt der europäische Leitindex Euro Stoxx50 gegenwärtig nicht in Fahrt, sondern bewegt sich weiter in dem seit Anfang Juni laufenden Seitwärtstrendkanal. Der gegenwärtig vergleichsweise träge Handel widerspiegelt sich auch in verschiedenen technischen Indikatoren, wie dem Relative Stärke Index oder dem MACD-Indikator. Beide können derzeit keine nachhaltigen Handelssignale ausbilden. Wir hatten vor einigen Wochen bereits in Aussicht gestellt, dass der europäische Aktienmarkt nach der starken Erholung im Frühjahr in eine neue, ruhigere Phase einschwenken werde. Es fehlen derzeit einfach die Gründe, um die Anleger an den Aktienmarkt zu locken. Zumal in der Ferienzeit in den Sommermonaten die Aktienmärkte traditionell nicht zur Hochform auflaufen. Diese Phase nähert sich nun aber dem Ende und könnte dem Markt ab Mitte September frischen Schwung bringen. Dann beginnt traditionell die Phase, in denen sich die Marktteilnehmer nochmals neu positionieren, um in den verbleibenden Monaten bis zum Jahresende nochmals Performance gutzumachen. Wir sind derzeit breit genug aufgestellt, um auch in dieser möglichen Neupositionierungsphase zu profitieren, und sehen daher nur einen sehr beschränkten Handlungsdruck. Punktuell könnten wir unser Musterdepot für europäische Standardwerte noch ergänzen, was aber auf das Gesamtgebilde keinen grösseren Einfluss hat.
Konklusion:
Europäische Standardwerte bewegen sich weiter in engen Bahnen. Mit dem Ende der Ferienzeit könnte der Markt aber neuen Schwung erhalten.