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Marktkommentar - S&P500

US-Präsidentschaftswahlkampf verunsichert stark
Der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf befindet sich mittlerweile auf der Zielgeraden. Am 3. November werden die Wähler zur Urne gebeten. Auch wenn die Umfragen auf einen deutlichen Sieg des demokratischen Kandidaten Joe Biden hinweisen, der Wahlausgang ist alles andere als sicher. Aber auch die Wahlen selbst verunsichern. Die Bundespolizei FBI und lokale Behörden bereiten sich auf die Möglichkeit vor, dass es am Wahltag oder in den Tagen danach zu gewalttätigen Ausschreitungen kommen könnte. Und Amtsinhaber Donald Trump sorgt immer wieder für Unruhe: Denn was passiert, wenn Trump das Wahlergebnis nicht akzeptiert und das Weisse Haus nicht ohne Widerstand verlässt? Was ist, wenn die Wahlen kein eindeutiges Ergebnis bringen und das Endergebnis möglicherweise über Wochen in der Schwebe hängt? Wie geht es weiter, wenn Biden die Wahlen gewinnt, aber im Senat die Republikaner die Mehrheit behalten? Auch die Wall Street kann sich gegenwärtig nicht von diesen Unsicherheiten befreien. Erschwerend kommt hinzu, dass es vor den Wahlen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein neues Hilfspaket für die US-Wirtschaft geben wird. Ein solches Paket wäre aber dringend notwendig, zumal die USA auf die bereits dritte Pandemiewelle zusteuern. Und diese könnte nun auch die bis dato krisenfeste Tech-Branche erreichen. Denn die Schwäche von SAP darf durchaus als Hinweis darauf interpretiert werden, dass die Anbieter von Business-Software nun stärker unter der Corona-Pandemie leiden. Denn die pandemiebedingte Konjunkturabkühlung zwingt mittlerweile mehr Kunden zu Kostenmassnahmen, da auch die Verbraucher deutlich weniger nachfragen. Entsprechend wird bei Unternehmen verstärkt der Rotstift bei IT-Projekten angesetzt. Auf kurze Sicht bleibt die Lage an den US-Börsen verworren. Zwar dürfte die laufende Berichtssaison vor allem im Tech-Segment überzeugen. Jedoch drücken die Unsicherheiten rund um die US-Präsidentschaftswahlen und die steigenden Covid-19-Zahlen auf die Stimmung der Anleger. Angesichts dessen dürften die Handelstage bis kurz nach den Wahlen in den USA sehr volatil bleiben. Investoren sollten sich jedoch nicht verunsichern lassen. Die mittelfristigen Perspektiven sehen für den US-Markt gut aus!

Konklusion:
Angesichts der Fülle an Unsicherheitsfaktoren gehen US-Anleger verstärkt in Deckung. Lassen Sie sich davon nicht verunsichern! Halten Sie an Ihren Positionen vorerst fest!