
Der SMI kommt gegenwärtig nicht mehr vom Fleck
Der Aktienhandel an der Schweizer Börse ist in der zurückliegenden Berichtsperiode komplett eingeschlafen. Abzulesen ist dies an den Handelsvolumina, welche sich in den zurückliegenden Tagen fast auf ein Sommerflauten-Niveau zurückgebildet haben. Die Marke von 10‘500 Punkten scheint sich für den Swiss Market Index für den Moment als unüberwindbare Hürde aufgebaut zu haben. Zwar versuchte der Index im November den Ausbruch nach oben. Dieser blieb jedoch erfolglos. Seitdem geht es für den SMI schrittchenweise zurück. Immerhin konnte das untere Bollinger Band die Rückwärtsbewegung zuletzt stoppen, womit sich der weitere Handlungsspielraum massiv eingeengt hat.
Der Relative Stärke Index hat sich angesichts der jüngsten Mini-Rückschläge weiter zurückgebildet und rutschte zuletzt unter die Marke von 50 Zählern. Entsprechend scheint uns die Wahrscheinlichkeit für grössere Kursrückschläge gegenwärtig sehr gering. Grundsätzlich weist der SMI damit ein durchaus beachtenswertes Aufwärtspotenzial auf, welches den Index auf längere Sicht noch deutlich antreiben könnte. Kurzfristig ist der Markt allerdings von externen Ereignissen abhängig, um wieder in Bewegung zu kommen. Vor allem von Seiten der EZB und der amerikanischen Fed könnten in den kommenden Tagen frische Aufwärtsimpulse erfolgen – sofern beide Notenbanken die Erwartungen punkto Ausweitung der Geldpolitik nicht enttäuschen. Grundsätzlich haben wir das Jahr 2020 mit den jüngsten Zukäufen (OC Oerlikon und Sulzer) abgeschlossen. Für 2021 sind wir – entgegen der landläufigen Euphorie – zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur verhalten optimistisch. Viele Entwicklungen, die das Aktienjahr 2021 prägen sollten, dürften nach der Erholungsrallye bereits eingepreist sein. Wir sehen uns gegenwärtig gut aufgestellt, das Jahr 2021 dennoch erfolgreich gestalten zu können. Entsprechend halten wir an unserer jetzigen Aufstellung fest und werden unsere Depots wahrscheinlich erst im neuen Jahr noch mit einzelnen Engagements ergänzen.
Konklusion:
Wir sehen derzeit keinen grossen Handlungsbedarf und werden unsere Schweizer Aktiendepots wahrscheinlich erst 2021 mit neuen Titeln ergänzen. Kurzfristig ist der Markt aber ausgereizt.