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Jahr 2025
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Jahr 2024
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Jahr 2023
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Jahr 2022

Marktkommentar - Euro Stoxx50

Ein verrücktes Jahr neigt sich dem Ende zu
Der Aktienhandel an den europäischen Börsen hat jeglichen Schwung verloren – seit Wochen kommt der Euro Stoxx50 kaum noch vom Fleck. Selbst die Entscheidung der Europäischen Zentralbank, dass laufende Stützungsprogramm nochmals deutlich auszuweiten, konnte keine neuen Kaufimpulse erzeugen. Denn letztlich erfüllt die EZB nur die Erwartungen der Marktteilnehmer – mehr aber auch nicht. Dies reicht im Moment nicht, um die Aktienmärkte nochmals anzuschieben. Unter dem Strich scheinen die meisten Anleger das Ende eines sehr verrückten Börsenjahrs herbeizusehnen. Die Pandemie, der Börsencrash und eine rekordverdächtige Erholungsrallye – dies alles muss nun erst einmal verdaut werden. Die Handelsvolumina haben sich mit Blick auf die anstehende Weihnachtszeit bereits markant zurückgebildet und dürften in den kommenden gut drei Wochen weiter tief bleiben. Dies bedeutet, dass der Markt aufgrund der geringen Volumina theoretisch für grössere Ausschläge – sowohl nach unten als auch nach oben – anfällig ist. Der lustlose Handel widerspiegelt sich auch im Relative Stärke Index, welcher sich in den vergangenen Tagen markant zurückgebildet hat. Notierte der RSI in den vergangenen Wochen kontinuierlich auf einem erhöhten Niveau im Bereich um 65 Punkte, sank der Risikoindex zuletzt unter 60 Zähler, womit die Gefahr kurzfristiger, markanter Rückschläge weiter sinkt.
Ob der Markt in den verbleibenden Handelstagen des Jahres 2020 nochmals Schwung bekommt, wagen wir stark zu bezweifeln. Die amerikanische Notenbank wird nach Redaktionsschluss zwar nochmals über ihre jüngste Sitzung informieren. Wir erachten es aber als sehr unwahrscheinlich, dass das Fed eine Überraschung bereit hält. Sie wird vor allem nochmals darauf hinweisen, dass sich das politische Washington endlich auf ein neues Hilfspaket einigen sollte. Angesichts dessen rechnen wir mit einem ruhigen Handelsgeschehen bis in den Januar 2021 hinein und sehen derzeit keine Gründe für grössere Umschichtungen.

Konklusion:
Die Anleger lassen das verrückte Aktienjahr 2020 ruhig ausklingen. Investierte Anleger lassen die Gewinne laufen. Wir sehen keine Gründe für grössere Umschichtungen.