+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

Marktkommentar - Euro Stoxx50

Die wieder aufflammende Corona-Pandemie, die Furcht vor neuerlichen landesweiten Lockdowns und die wieder wachsenden Konjunktursorgen führten in der Vorwoche zu einem markanten Rückschlag an den europäischen Aktienmärkten. Kurzfristig drohte der Euro Stoxx50 zu Beginn der zurückliegenden Berichtsperiode aus dem seit Anfang Juni bestehenden Seitwärtstrendkanal nach unten auszubrechen. Dies hätte aus charttechnischer Sicht ein starkes Verkaufssignal ausgelöst. Denn die nächste bedeutende Unterstützung wäre erst im Bereich bei 2‘900 Punkten zu orten. Doch gute Vorgaben aus den USA verhinderten das Schlimmste. Der Euro Stoxx50 prallte vom Support im Bereich um 3‘130 Punkte nach oben hin ab, womit der Seitwärtstrend intakt ist. Als zuverlässiger Indikator erwies sich – wie wir in der vorangegangenen Ausgabe (35/2020) dargestellt hatten – der Relative Stärke Index (RSI). Dieser hatte sich zum Ende der vorangegangenen Berichtsperiode der kritischen Marke von 30 Zählern angenähert. Werte unter 30 Punkten signalisieren gemäss Theorie eine „überverkaufte“ Marktsituation. Dies bedeutet einerseits, dass das weitere Abwärtspotenzial beschränkt erscheint und eine technische Gegenbewegung wahrscheinlich macht. Aktuell notiert der RSI bereits wieder im Bereich oberhalb von 45 Zählern, was auf eine neutrale Gesamtstimmung am Markt hindeutet. Trotz der jüngsten Erholung an den europäischen Märkten ist der berüchtigte Börsenmonat September seinem schlechten Ruf gerecht geworden. Historisch verlieren zahlreiche Märkte im September. So auch in diesem Jahr. Mit Blick auf den Oktober wächst unsere Zuversicht, dass der Markt nochmals in Richtung der oberen Begrenzung des Seitwärtstrendkanals bei 3‘390 Zählern tendieren wird. Vor allem eine gute Berichtssaison, die ab Mitte Oktober Fahrt aufnimmt, sollte die Bullen aus der Reserve locken. Neben der Pandemie wird in den kommenden Wochen auch die heisse Wahlkampfphase in den USA eine Rolle spielen. Vor allem Amtsinhaber Donald Trump dürfte alles versuchen, um sich an der Macht zu halten. Dies könnte kurzfristig belastend auf die Märkte wirken.

Konklusion:
Wir gehen davon aus, dass die Chancen auf eine Jahresendrallye intakt sind. Entsprechend sollten Anleger mit ruhiger Hand agieren und sich nicht von kurzfristigen Trends zum Handeln verleiten lassen.