
Euro Stoxx50 bewegt sich weiter in engen Bahnen
Uninspiriert – so lässt sich der Aktienhandel in Europa derzeit wohl am treffendsten beschreiben. Zwar gelang dem Euro Stoxx50 in der zurückliegenden Berichtswoche erneut der Sprung über die charttechnisch wichtige 200-Tage-Durchschnittslinie. Ein nachhaltiges, kräftiges Kaufsignal wurde dadurch jedoch erneut nicht generiert. Bereits in den Folgetagen sackte der Index erneut ab und rutschte wieder unter die 200-Tage-Marke. Auch beim Relative Stärke Index (RSI) sowie beim MACD-Indikator widerspiegelt sich die gegenwärtige Lustlosigkeit des europäischen Handelsgeschehen. Nach wie vor fehlen frische Impulse, um den Markt nachhaltig zu bewegen. Der Konjunktur-
optimismus flacht ab, worauf verschiedene Konjunktur- und Stimmungsbarometer bereits hinweisen. Zugleich sind Anleger angesichts des sich wieder beschleunigenden Pandemiegeschehens in Europa verunsichert. Die Furcht, dass die Regierungen erneut zu drastischen Massnahmen greifen, um die Ausbreitung von SARS-CoV-2 im Herbst/Winter 2020/21 zu verhindern, lähmt die Marktteilnehmer derzeit spürbar. Auch wenn die langfristigen Aussichten für den europäischen Aktienmarkt unverändert attraktiv sind, so scheint der Markt auf kurze- bis mittlere Sicht nur wenig Potenzial zu haben. Derzeit fehlen Impulse, um die Marktteilnehmer zurück aufs Handelsparkett zu lotsen. Dennoch sind wir zuversichtlich, dass sich der Knoten am Markt bald lösen könnte. Vor allem mit Blick auf das anstehende Q4 könnte nochmals Bewegung in den Markt kommen. Denn dann dürften zahlreiche institutionelle Investoren, welche die Rallye nach dem Crash im Februar/März grossteils verpasst hatten, nochmals versuchen, Boden gut zu machen. Kurzum: Die Chancen auf eine Jahresendrallye sind weiter intakt. Wir haben unser Exposure in Europa durch den Kauf von Siemens, Nokia und Worldline (einem französischen Zahlungsdienstleister) nochmals erhöht.
Konklusion:
In den kommenden Tagen dürfte der Markt weiter seitwärts tendieren. Die Chancen auf eine Jahresendrallye sind jedoch intakt. Wir erhöhen unser Exposure in Europa nochmals leicht.