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YTD 2026
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Jahr 2025
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Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
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Jahr 2022

Macy's

Der Niedergang der amerikanischen Retailketten wie Macy‘s, Sear‘s, JC Penney oder Kohl‘s scheint nicht mehr zu stoppen zu sein – so muss zumindest die Reaktion der US-Anleger auf die jüngsten Quartalszahlen aus der Branche interpretiert werden. Die Kaufhauskette Macy‘s traf es dabei besonders hart. Obwohl der Konzern für das zweite Quartal einen Umsatzrückgang von nur 3% auf vergleichbarer Ladenfläche meldete (Analysten hatten mit einem deutlich grössen Rückgang gerechnet) und der Überschuss von USD 11 Millionen im Vorjahr auf USD 116 Millionen deutlich ausgeweitet werden konnte und damit ebenfalls die Analystenprognose deutlich geschlagen werden konnte, sackte die Aktie der Kette am Publikationstag bis zu 10% ab. Auch die fast zeitgleich publizierten Quartalsergebnisse von Kohl‘s, die ebenfalls besser ausfielen als erwartet, wurden von den Investoren mit kräftigen Verkaufsaufträgen quittiert. Im Sog dieser Bewegung gerieten auch die Aktien von Wettbewerbern wie Sear‘s, JC Penney oder Target unter starken Abgabedruck.
Der Grund für den neuerlichen Schwächenanfall waren die Prognosen, die Macy‘s und Kohl‘s gegeben haben. Denn beide Unternehmen fürchten, dass sich das Geschäft auf kurz- bis mittelfristige Sicht nicht sonderlich beschleunigen wird. Unter Investoren steigt damit die Sorge, dass die Sanierung der amerikanischen Kaufhausketten weitaus mehr Zeit in Anspruch nehmen wird als gedacht. Die Übermacht des Online-Handels und der noch mächtigere Wettbewerber Amazon machen den klassischen „Brick-and-Mortar“-Geschäften das Leben schwer. Die Aussichten für die Branche stehen schlecht. Amazon dürfte Macy‘s bereits in diesem Jahr als grösstes US-Bekleidungsgeschäft ablösen und stösst in immer neue Geschäftsfelder vor (beispielsweise Nahrungsmittel).
Bisher haben es die klassischen Retailer nicht geschafft, die grossen Online-Konkurrenten über eigene Webangebote zu konkurrenzieren. Und es gibt derzeit nur wenig Hinweise darauf, dass sich dies ändern wird. Entsprechend erwarten wir, dass die „Brick and Mortar“-Unternehmen vor einer schmerzhaften Konsolidierung stehen – im US-Sportbekleidungsgeschäft mussten in den vergangenen Jahren einige Anbieter ihre Pforten bereits schliessen. Entsprechend halten wir es für nicht ausgeschlossen, dass auch im Bereich der Traditionsunternehmen der Pleitegeier zuschlagen wird. Auf Übernahmen sollten Anleger dabei nicht spekulieren. Denn der Trend zeigt nicht in Richtung räumlicher Expansion, was mit einer Übernahme eines Konkurrenten automatisch der Fall wäre, sondern es geht in Richtung Straffung der Geschäfte, um die Kosten zu senken. Aus fundamentalen Gründen dürfte sich die Talfahrt dieser Aktien fortsetzen.
Konklusion:
Wir bekräftigen unsere negative Sicht auf die klassischen „Brick and Mortar“-Retailer. Besserung ist nicht in Sicht und wir rechnen mit Pleiten. Verkaufen Sie Macy‘s, Sear‘s, JC Penney und Co.