
Der Aufsichtsrat des Gasekonzerns Linde hat die umstrittene Fusion mit dem US-Wettbewerber Praxair durchgewunken – auch wenn die Abstimmung in den Vorwochen von einigen Misstönen begleitet wurde. Nach der Abstimmung im Aufsichtsrat werden in den kommenden Wochen jedem Linde-Aktionär 1.54 Aktien der neuen Holding-Gesellschaft angeboten. Praxair-Aktionäre erhalten eine Aktie der neuen Holding-Gesellschaft je Praxair-Aktie. 75 Prozent der Linde-Anteilseigner müssen das Angebot annehmen. Bei Praxair entscheidet eine ausserordentliche GV über die Fusion. Dabei müssen mindestens 50 Prozent der Aktionäre dem Vorhaben zustimmen. Darüber hinaus gilt es als wahrscheinlich, dass die Wettbewerbshüter in den USA und Europa aufgrund der Marktmacht des Linde/Praxair-Konzerns Unternehmensteile verkaufen muss. Der Deal soll im zweiten Halbjahr 2018 abgeschlossen werden. Aus unserer Sicht ist der Deal der richtige Schritt in einem gesamthaft schwach wachsenden Geschäftsfeld.
Konklusion:
Nimmt man die einzelnen Unternehmensteile des fusionierten Gasekonzerns, kommen wir für die Aktie des zusammengeschlossenen Konzerns auf einen fairen Wert von EUR 185.