
Um den Spezialisten für Strukturierte Produkte ist es nach den turbulenten Jahren 2016/17 deutlich ruhiger geworden. Der neue CEO Lukas Ruflin hat sich zu Beginn seiner Amtszeit zwar mit der Ankündigung einer Kapitalerhöhung und dem Streichen der Dividende für dieses und wahrscheinlich auch für das kommende Jahr nicht gerade viele Freunde unter den Aktionären gemacht. Allerdings erscheinen diese Massnahmen unumgänglich, wenn der Konzern seine mittelfristigen Ziele eines Ertrags in Höhe von CHF 300 Millionen im Jahr 2020 nicht aus den Augen verlieren will. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr generierte Leonteq einen Ertrag in Höhe von CHF 136 Millionen und einen Gewinn von CHF 40 Millionen – es war das beste Semester der Unternehmensgeschichte. Doch anders als Leonteq-Gründer Jan Schoch weiss Ruflin, dass Expansion Kapital kostet bzw. bindet. Denn für Wachstum braucht Leonteq die eigenen Derivate, die jedoch mit Eigenkapital gedeckt werden müssen. Um diesem Problem etwas Brisanz zu nehmen, arbeitet Leonteq künftig verstärkt mit Investmentbanken zusammen, die verstärkt die Absicherung der Derivate übernehmen sollen.
Konklusion:
Die neue Ruhe bei Leonteq und der doch realistischere Blick des CEO machen uns Mut, dass Leonteq die Rückschläge von 2016/17 endgültig hinter sich gelassen hat. Risikofreudige Anleger greifen zu!