
Auch wenn sich das Erlöswachstum im ersten Semester des Geschäftsjahres 2018/19 im Vergleich zum Vorjahr etwas verlangsamt hat, bleibt der Elektronik-Komponentenhersteller weiter auf Expansionskurs. Der Umsatz erhöhte sich in der Berichtsperiode um 11% auf EUR 169 Millionen (Vorjahr: +13.9%). Ohne Berücksichtigung der positiven Währungseffekte ergab sich ein organisches Wachstum von 8%. Wir führen die Schwäche vor allem auf die Industriesparte des Unternehmens zurück, die gut 78% des Gesamtumsatzes ausmacht. Das Segment wuchs im ersten Halbjahr nur noch um 3.3%. Darin spiegelt sich vor allem die Energiepolitik Chinas wider. Die Regierung in Beijing will die Subventionen im Bereich der Erneuerbaren Energien, einem zentralen Wachstumspfeiler von LEM, zurückfahren. Allerdings sehen wir in einem anderen Bereich ohnehin das langfristig grössere Potenzial: Die Elektrifizierung des Verkehrs. Ein struktureller Wachstumstreiber, der u.E. von den Marktteilnehmern unterschätzt wird.
Konklusion:
Die Kursverluste im bisherigen Jahresverlauf erscheinen uns ungerechtfertigt. Zugleich werden potenzielle Wachstumstreiber nicht beachtet. Risikofreudige Anleger greifen bei LEM zu.