+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

Landis+Gyr

Mit Spannung warten wir mit Blick auf Landis+Gyr auf den anstehenden Capital Markets Day am 27. Januar (virtuell). Nach einem schwachen ersten Semester des Geschäftsjahres 2020/21, in dem der Umsatz auch coronabedingt um mehr als 27% einbrach, erwarten wir, dass sich das Geschäftsumfeld für den Anbieter intelligenter Strommanagement-Lösungen wieder aufhellt. Einerseits dürfte sich die Investitionsblockade zahlreicher Energieversorger für die Ausrüstung der Energieinfrastrukturen wieder gelöst haben. Der aufgebaute Nachholbedarf dürfte sich nun nach und nach auflösen, was verstärkt Aufträge für Landis+Gyr generieren sollte. In diese Richtung weist auch die Entscheidung des New Jersey Board of Public Utilities, nun ein auf fünf Jahre angelegtes Programm zum Ausbau eines intelligenten Zählersystemes (Smart Meter) im ganzen Land zu initiieren und Landis+Gyr als Smart Meter Supplier auszuwählen. Zwar dürfte der Auftrag im Jahr 2021 noch keine messbaren Wirkungen auf das Zahlenwerk von Landis haben. Analysten schätzen, dass Landis gut 80‘000 „Meter“ in diesem Jahr liefern wird. Doch das Volumen wird in den kommenden beiden Jahren zunächst auf 300‘000 im Jahr 2022 und 900‘000 im Jahr 2023 anschwellen. Bei geschätzten Preisen von USD 100 bis USD 120 dürfte sich dies im ersten Lieferabschnitt nur unwesentlich bemerkbar machen. Aber es ist ein Hinweis darauf, dass sich der Geschäftsgang in den USA beschleunigt. Diesbezüglich sollte der Capital Markets Day neue Nachrichten bringen. Darüber hinaus sollte der Machtwechsel im Weissen Haus und der Mehrheit der Demokraten im US-Senat das wichtige US-Geschäft, was für rund die Hälfte der Unternehmenserlöse von Landis+Gyr verantwortlich ist, zusätzlich verbessern. Der designierte Präsident Joe Biden hat sich den Umweltschutz als eines der primären Ziele seiner ersten Amtszeit auf die Fahne geschrieben. Rund USD 2 Billionen will Biden in den Umweltschutz mit all seinen Aspekten investieren. Dabei dürfte auch das Thema Energieeffizienz eine wichtige Rolle einnehmen.

Konklusion:
Wir stufen Landis+Gyr auf „Kaufen“ herauf. Die Schwächephase im ersten Semester 2020/21 dürfte überwunden sein und sich der Geschäftsgang normalisieren.