
Der Hersteller von Stromzählern hat ein rigides Sparprogramm angekündigt. Weltweit werden 12% der insgesamt noch 5‘800 Stellen gekürzt. Diese Kostensenkungsinitiative soll noch im Jahr 2020 umgesetzt werden. Ende Oktober sollen weitere Details zu den geplanten Einsparungen – wahrscheinlich auch in finanzieller Hinsicht – folgen. Der Grund für diesen Schritt ist aber initial nicht die Coronakrise – diese dürfte nur die bestehenden Probleme vertieft und den Handlungsbedarf aber deutlich erhöht haben. Bereits im vergangenen Geschäftsjahr sackte der Auftragseingang um beinahe ein Drittel ab, was zu einem Umsatzrückgang von 2% führte. Der Konzern kämpft gegen verschobene oder ganz gestrichene Grossaufträge. Zudem sind smarte Stromzähler in einigen Ländern nach wie vor ein Spielball der Politik. Insgesamt sind wir jedoch zuversichtlich, dass Landis+Gyr die richtigen Schrauben dreht, um den Konzern wieder in ruhigeres Fahrwasser zu steuern und ab 2021 die Scharte des Jahres 2020 beim Umsatz zu gut 90% wettzumachen. Das angekündigte Sparprogramm dürfte zudem die Profitabilität deutlich verbessern.
Konklusion:
Landis+Gyr kämpft gegenwärtig gegen viele Probleme an. Doch der Konzern ist auf dem richtigen Weg. Mutige Anleger mit einem langen Atem werden belohnt werden!