+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

LafargeHolcim

Schutzgeld-Zahlungen an die Terrororganisation IS in Syrien, Kinderarbeit in Uganda und der angekündigte Rücktritt von CEO Eric Olsen – der schweizerisch-französische Zementriese macht derzeit vor allem Negativschlagzeilen. Kein Wunder also, dass die Aktionäre der Geschäftsleitung an der Generalversammlung einen Denkzettel verpassten. Nur gerade 61% der stimmberechtigten Aktionäre stimmten für eine Entlastung der Geschäftsleitung und des Verwaltungsrats. Auch die insgesamt soliden Zahlen für das erste Quartal können die Stimmung derzeit nicht wesentlich verbessern. Dabei deutete das Ergebnis an, dass es für den Konzern bergauf geht: LafargeHolcim konnte im ersten Jahresviertel vielerorts die Preise erhöhen, zugleich sinken die Kosten im Zuge der Fusion (Lafarge/Holcim) und die Nachfrage entwickelt sich positiv. So konnte der Konzern den bereinigten Betriebsgewinn in vier von fünf Regionen steigern. Auf vergleichbarer und um Sondereffekte bereinigter Basis stieg das Ebitda um starke 14.5%. Allein Asien gab im 1. Quartal nach. Auf vergleichbarer Basis fiel der Umsatz um 0,4%, das EBITDA um 13% (6% unter Konsens), da die Märkte Indien (Demonetisierung), Malaysia, Indonesien und Philippinen alle unter Druck waren. Aus unserer Sicht ist LafargeHolcim auf einem guten Weg, die Geschäftsziele für 2017 zu erreichen. Wir erwarten, dass das Volumenwachstum im oberen Ende der Unternehmensprognose von 2% bis 4% zu liegen kommt, das Ebitda im zweistelligen Prozentbereich wächst, was unter dem Strich zu einem Anstieg des Gewinns pro Aktie von 21% führen sollte.
Konklusion:
Die guten geschäftlichen Aussichten widerspiegeln sich nur unzureichend im Aktienkurs. Sobald im Konzern wieder etwas Ruhe einkehrt, dürfte die Aktie auch den Anteilseignern wieder mehr Freude machen.