
Auf der Umsatz- und Volumenseite entwickelte sich der Zement-riesen im vierten Quartal 2016 enttäuschend. Weltweit sanken die Zementvolumen, wodurch die Erlöse gut 10% niedriger ausfielen als von Analysten erwartet worden war. Doch so enttäuschend dies war, umso überzeugender fielen die weiteren Kennzahlen des Baustoffkonzerns aus. In der Region Asien/Pazifik verringerte sich das Zementvolumen auf vergleichbarer Basis um 5% und der Umsatz um 4%. Das Ebitda konnte auf vergleichbarer Basis jedoch um starke 13% erhöht werden. In Lateinamerika sanken die Volumen um 12% und der Umsatz um 2%. Das Ebitda stieg auch aufgrund der hohen Inflation in Lokalwährungen um 20%. In der Region Naher Osten/Afrika wurde ein Volumenrückgang von 9% verzeichnet. Zugleich konnte der Umsatz um 6% und die Margen um 41.7% (+16 Prozentpunkte) gesteigert werden. In Europa stagnierten die Volumen und das Ebitda nahm auf vergleichbarer Basis um 18% zu. Für Nordamerika wurde ein Volumenrückgang von 11% und ein Ebitda-Wachstum von 9% auf vergleichbarer Basis ausgewiesen. Unter dem Strich konnte LafargeHolcim das bereinigte Ebitda im Gesamtjahr 2016 um 1.3% auf CHF 5.83 Milliarden steigern. Insgesamt widerspiegeln diese Zahlen die starke Preismacht des Unternehmens und die hohe Kostendisziplin. Darüber hinaus wurden die Synergien aus der Fusion mit CHF 635 Millionen angegeben, was deutlich über dem Zielwert liegt. Insgesamt hat die Geschäftsführung ihre Ziele erreicht. Zwei zusätzliche Geschenke gibt es für die Aktionäre des Konzerns. Einerseits wird die Geschäftsführung der GV eine Erhöhung der Dividende von CHF 1.50 auf CHF 2.00 je Anteilsschein vorschlagen. Andererseits will LafargeHolcim im Jahr 2017 und 2018 eigene Aktien im Wert von CHF 1 Milliarden zurückkaufen, was den Aktienkurs zusätzlich stützen sollte. Für das laufende Jahr gab der Konzern zudem eine optimistische Prognose ab. LafargeHolcim stellte ein zweistelliges Ebitda-Wachstum auf vergleichbarer Basis in Aussicht. Nimmt man das Ebitda von CHF 5‘825 Millionen als Basis und rechnet CHF 330 Millionen für Auswirkungen durch Unternehmensveräusserungen und gut CHF 100 Millionen für Währungsschwankungen heraus, müsste am Jahresende 2017 ein Ebitda von CHF 5‘900 Millionen zu Buche schlagen. Mit einem PEG von 1.04 und einem KGV 2018 von 15.3 ist die Aktie trotz der guten Performance in den letzten Wochen nach wie vor attraktiv gepreist. Wir empfehlen, die Aktie zu kaufen. Die mittel- bis langfristigen Aussichten sind unseres Erachtens sehr gut.
Konklusion:
Der starke Ausblick auf 2017, die ansprechende Dividendenpolitik und das Aktienrückkaufprogramm sprechen für eine weiter steigende Aktiennotierung. Kaufen Sie den Wert!