
Die jüngst vorgelegten Quartalszahlen haben die ohnehin schon tiefen Erwartungen noch verfehlt. Dabei zeigte sich einmal mehr, dass es dem Konzern schwerfällt, Preiserhöhungen an den Märkten durchzusetzen. Zwar stiegen die Volumina beim Zement (+1%) als auch bei den Zuschlagsstoffen (+1%) und beim Transportbeton (+2%). Der anhaltende Preisdruck machte dieses Wachstum aber zunichte. Derzeit sehen wir nur wenige Ansatzpunkte, die das Geschäft kurzfristig beschleunigen könnten. Die Krisen in Brasilien und Nigeria sowie die schwächere Konjunktur in Indien dürften anhalten. In Europa dürfte die Ausgabenfreude von Staatsseite (Infrastrukturpojekte) weiter tief bleiben und in Asien halten sich die Menschen mit Bautätigkeiten zurück. Grundsätzlich erachten wir LafargeHolcim als ein attraktives Investment, sehen derzeit aber keinen kurzfristigen Kursantreiber.