+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

Kursanstieg ist nicht gerechtfertigt

Düstere Zahlen aus China schüren Konjunkturängste
Stück für Stück arbeitet sich der Schweizer Leitindex aus dem Februar-Tief zurück in höhere Gefilde. Nachdem der SMI in der vorangegangenen Woche daran gescheitert war den mittelfristigen Abwärtskanal nach oben hin zu durchbrechen, gelang dem Swiss Market Index in der zurückliegenden Berichtswoche dieser Sprung eindrücklich. Dass der Index zugleich auch die 20-Tage-Durchschnittslinie übersprang, dürfte dem Aktienkursbarometer kurzfristig zusätzlichen Schwung gegeben haben.
Allerdings ist der Glaube an eine Trendwende nicht weit verbreitet. Wie schon in den Vorwochen sind die Handelsvolumen vergleichsweise schwach. Dies führen wir nicht nur darauf zurück, dass zahlreiche Marktteilnehmer auf die Sitzung der Europäischen Zentralbank, sondern auch auf weitere Konjunkturdaten warten. Und genau diesbezüglich könnten die neusten Zahlen aus China die Skeptiker am Markt in ihrer Sichtweise bestärken. Denn die Export- und Importstatistik für Februar war desaströs und beunruhigt. Chinas Exporte sind im Februar um 25.4% auf USD 126.2 Milliarden regelrecht eingebrochen. Dies war nach offiziellen Angaben der stärkste Rückgang seit Mai 2009. Die Importe von Waren gingen im Februar um knapp 14% auf USD 93.6 Milliarden Dollar zurück. Zwar waren schlechte Zahlen aufgrund des chinesischen Neujahrsfestes erwartet worden. Doch das Ausmass des Rückgangs ist sehr beunruhigend.
Angesichts der schlechten Nachrichten dürfte auch am Schweizer Markt die Konjunktur-Skepsis wieder steigen und die zuletzt positive Entwicklung an der Börse hemmen. Hierfür spricht auch der Stochastik-Indikator, der gegenwärtig ein neues Verkaufssignal auszubilden scheint.

Unsere Prognosen für die verschiedenen Anlagehorizonte
Die jüngsten Konjunktursignale aus China sind entmutigend. Der Einbruch der Im- und Exporte schüren die Angst, dass die chinesische Wirtschaft trotz aller staatlicher Gegenmassnahmen vor einer harten Landung steht. Wir sehen uns in unserer skeptischen Sichtweise auf die jüngste Aufwärtsbewegung am Schweizer Aktienmarkt bestätigt. Aus fundamentaler Sicht erscheinen uns auf mittelfristige Sicht keine grösseren Kursgewinne gerechtfertigt. Entsprechend halten wir uns mit Neuinvestments nach wie vor zurück.

Konklusion:
Die jüngsten Konjunkturdaten aus China zeichnen ein düsteres Bild. Wir bleiben an der Seitenauslinie und investieren nur punktuell in unterbewertete Value-Aktien.