+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

K+S

Wir hatten die Aktie zuletzt in Ausgabe 19/2016 bei EUR 21.29 zum „Verkauf“ empfohlen. Gemessen von diesem Niveau hatte das Papier bie Ende September fast ein Viertel an Wert verloren und notierte bei EUR 16.06 auf einem Mehrjahrestief. Mittlerweile erholt sich das Papier und kostet inzwischen knapp EUR 19.50. Die vor wenigen Tagen publizierten Q3-Zahlen waren solide und wiesen sowohl Licht (Ebit, EPS) als auch Schatten (Umsatz, Volumen) auf. Dass die Aktie seit dem ihren Aufwärtstrend unbeirrt fortsetzt,  spricht unseres Erachtens dafür, dass die Marktteilnehmer davon ausgehen, dass K+S die Talsohle durchschritten hat und im kommenden Jahr wieder deutlich dynamischer wachsen werde. Die sehr niedrigen Lagerbestände bei Kali-Dünger in Verbindung mit guten Ernten dürften bei Pottasche spätestens im kommenden Jahr eine Preiswende einsetzen. Die Fusion von Potash und Agrium dürften diese Wende zusätzlich beschleunigen. Im Schnitt wird erwartet, dass der Konzern 2017 das Ebit um über 50% auf EUR 354 Millionen und den Ertrag pro Aktie um 48% auf EUR 1.01 steigern kann. Mittelfristig sehen wir jedoch noch jede Menge Probleme bei K+S. Vor allem punkto Kaliabbau droht dem Unternehmen Ärger. Bereits 2016 war geprägt von Produktionsunterbrüchen, die sich 2017 wiederholen dürften. Denn K+S hat das Volumen seiner Übergangsgenehmigung für das Versenken von Salzabwässern ausgeschöpft. Und eine neue Genehmigung ist nach wie vor nicht in Sicht. Zudem entwickelt sich das zweite Standbein, das Salzgeschäft, gegenwärtig auch wenig dynamisch.
Konklusion:
Kurzfristig dürfte die Aktie aufgrund der Trendwende bei Pottasche anziehen. Spek. Käufe mit einem Kursziel von EUR 23.00 sind attraktiv. Konservative Anleger lassen ihre Finger von dem spek. Papier.