+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

K+S

Wir hatten die Aktie des Düngemittelherstellers in Ausgabe 42/2016 Mitte November bei EUR 19.07 zum spekulativen Kauf empfohlen. Kurzfristig sprang die Aktie wie erwartet an und verzeichnete Ende Januar 2017 bei Notierungen nahe der EUR 25-Grenze ein Kursplus von 30%, womit selbst unser ambitioniertes kurzfristiges Kursziel von EUR 23 deutlich übertroffen wurde. In den vergangenen gut acht Wochen beruhigte sich die Lage bei K+S jedoch wieder. Aktuell pendelt das Papier um unser Kursziel von EUR 23.
Spekulationen über ein neues Kali-Kartell
Vor wenigen Tagen legte der Konzern den Jahresabschluss 2016 vor. Die Zahlen waren so schlecht wie erwartet. Sowohl der Umsatz als auch der Gewinn brachen im Vergleich zum Vorjahr noch etwas stärker ein als erwartet. Zugleich kürzte der Konzern die Dividende radikal. Gab es im Vorjahr noch eine Dividende von EUR 1.15, gibt es für das abgelaufende Jahr nur noch EUR 0.30 pro Anteilsschein – eine wirklich herbe Enttäuschung. Für das laufende Geschäftsjahr gab sich der scheidende CEO Norbert Steiner jedoch verhalten optimistisch. 2017 dürften Umsatz und das Ebit „spürbar“ über den Vorjahreswerten liegen – immerhin. An der Börse wird derzeit schon mit Spannung auf den Mai geblickt – dann steht bei K+S das grosse Sesselrücken an. Sowohl CEO Steiner als auch AR-Chef Ralf Bethe treten ab. Künftig wird Berhnhard Lohr (bisher CFO) das Unternehmen leiten. Von ihm und dem neuen Chefaufseher Andreas Kreinmeyer erhoffen sich die Anleger neuen Schwung. Letztlich sind jedoch auch die beiden Neuen auf eine grundlegende Wende auf dem Kali-Markt angewiesen. Auf dem Handelsparkett halten sich derzeit Gerüchte, wonach Gespräche zwischen dem
weissrussischen Präsidenten und dem russischen Düngemittelkonzern Uralkali stattfinden. Eine Einigung zwischen beiden wäre für viele Marktbeobachter der Startpunkt für ein neues „Kali-Kartell“. 2013 war Uralkali aus Verträgen mit Weissrussland ausgestiegen, was zu einem harten Marktanteilskampf, einem massiven Überangebot und – damit einhergehend – einem Preiszerfall für Kali führte. Sollten sich die Gerüchten bewahrheiten, dürfte dies den Kali-Preis kräftig anschieben und die Aktie von K+S mitziehen. Das K+S-Papier bleibt entsprechend ein sehr spekulativer Titel, der einerseits noch reichlich Aufwärtspotenzial besitzt (vor allem auf Grundlage der 2018er Prognosen), zugleich andererseits auch kräftig sinken könnte (die Prognosen von K+S hängen zum einem grossen Teil von externen, nicht beeinflussbaren Faktoren wie z.B. dem Wasserstand der Werra ab).
Konklusion:
K+S ist ein zweischneidiges Schwert. Wir halten auf Grund der Spekulationen über ein neues Kali-Kartell an unserer Kauf-Empfehlung fest und erhöhen das Kursziel spek. auf EUR 28.