+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

Krisen verunsichern Anleger

Europas Börse legen den Rückwärtsgang ein
Während die US-Börsen ihren Aufwärtstrend in den vergangenen zwei Handelswochen fortgesetzt haben, ist der Schwung an Europas Börsen bereits wieder verpufft. Seit dem Zwischenhoch Mitte März hat der marktbreite europäische Aktienindex abermals 5 Prozentpunkte eingebüsst. Sowohl der Stochastik- als auch der MACD-Indikator deuten derzeit daraufhin, dass sich die jüngste Talfahrt auch an den kommenden Handelstagen fortsetzen dürfte. Beide Indikatoren haben – trotz des insgesamt tiefen Niveaus – zuletzt erste schwache Verkaufssignale ausgebildet. Kurzfristig ist wichtig, dass der Eurostoxx50 nicht nachhaltig unter die Supportzone zwischen 2‘900 bis 2‘950 Punkte abrutscht. Ein Bruch dieser Unterstützung dürfte den Weg für erneute massive Kursverluste eröffnen und den Index auf das Februar-Tief drücken. Derzeit belasten aus unserer Sicht vor allem politische Faktoren: Die Flüchtlingskrise, der erneut aufflammende Konflikt in Bergkarabach, die Abstimmung der Briten über den Verbleib in der Europäischen Union sowie eine aus unserer Sicht wahrscheinlich erneute Verschärfung der griechischen Schuldenkrise.
Unsere Prognosen für die verschiedenen Anlagehorizonte
Insgesamt halten wir an unserer positiven Sicht auf die europäischen Aktienmärkte fest. Zwar verdunkelt sich auch der Konjunkturhimmel über Europa, aber derzeit preisen Anleger ein Umfeld ein, welches noch wesentlich düsterer ist. Kurzfristig dürften die Bären am Markt die Oberhand behalten – die Unsicherheiten in Europa sind gross und belasten weiter. Dass auch die erneute geldpolitische Lockerung der EZB keinen dauerhaften Aufwärtstrend an den Märkten entfachen konnte, spricht unseres Erachtens dafür, dass die Anleger verstärkt auf die fundamentale Entwicklung blicken. Die Firmenbilanzen für 2015 entsprachen zwar in der Summe den Erwartungen, die Ausblicke blieben jedoch sehr nebulös. Analysten haben dies zum Anlass genommen, ihre Gewinnschätzungen deutlich nach unten hin anzupassen. Für den Dax reduzierten sie ihre Schätzungen im Schnitt um 2.6%.
Konklusion:
Die Erwartungen für die Q1-Berichtssaison sind niedrig. Dies schafft Raum für positive Überraschungen. Allerdings sind die weltweiten Konjunkturdaten nach wie vor schwach.