
Nach der Gewinnwarnung im Oktober sorgten die jüngst vorgelegten miesen Halbjahreszahlen des Maschinenbauers Klingelnberg für keine weiteren grösseren Abschläge an der Börse. Der Umsatz sank um 11%, der Auftragseingang verringerte sich um 15% und das Betriebsergebnis verschlechterte sich von CHF -4.7 Millionen im Vorjahr auf CHF -10 Millionen. Wesentliche Besserung sieht Klingelnberg für das Gesamtjahr nicht – auch wenn zumindest das Betriebsergebnis letztlich positiv ausfallen soll. Der Umsatz soll auf Jahressicht um 15% bis 20% sinken. Die Wolken über den stark auf den Autosektor ausgerichteten Maschinenbauer sind sehr düster. Auch wenn sich die Aktie seit dem IPO im vergangenen Jahr mittlerweile fast halbiert hat, ist sie gegenwärtig nicht attraktiv. Vor allem wenn der Handelskrieg zwischen China und den USA überraschend doch noch mal eskalieren sollte, dürfte sich über Klingelnberg ein Sturm zusammenbrauen.
Konklusion:
Sollte die Konjunktur – vor allem der Autosektor – wieder anziehen, dürfte Klingelnberg überdurchschnittlich profitieren. Doch noch ist es nicht so weit. Für einen Einstieg ist es noch zu früh!