
Wenig überraschend hat die Jungfraubahn das Geschäftsjahr 2020 mit einem Verlust abgeschlossen. Damit reisst die fast einmalige Erfolgsserie des Unternehmens. Es war der erste Verlust auf Jahressicht in der Geschichte von Jungfraubahn. Zwar verzeichnete die Bergbahnbetreiberin eine höhere inländische Nachfrage. Dies konnte die ausbleibenden Besucherzahlen vor allen aus Asien aber nicht aufwiegen. Immerhin konnte Jungfraubahn in der Wintersaison die Einbrüche in Grenzen halten. Noch ist es aber verfrüht, bereits von einer sich entspannenden Lage zu sprechen. Denn nach wie vor fehlt von Seiten des Bundesrates ein klares Konzept, wie, wann und in welcher Form die Wiedereröffnung der Wirtschaft eingeleitet werden soll. Vor allem der internationale Tourismus, auf den die Bergbahnbetreiberin nachhaltig angewiesen ist, dürfte noch Monate im Kriechgang verharren. Die Aufhebung von Reisebeschränkungen ist derzeit auf dem internationalen Parkett nicht absehbar.
Konklusion:
Corona wird auch das Geschäftsjahr 2021 der Jungfraubahn massgeblich prägen. Wir rechnen frühestens im Verlauf 2022 mit einer einsetzenden, nachhaltigen Erholung. (red/mda)