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Intel

„Intel Inside“ – die Werbebotschaft des amerikanischen Chipherstellers war auf dem Höhepunkt des PC-Booms wahrscheinlich fast jedem Computer-Interessierten bekannt. Die Aussichten waren vor gut einem Jahrzehnt herausragend. Doch dann kamen die Smartphones und mit ihnen eine grundlegende Änderung im Verhalten der Nutzer. Anfänglich noch belächelt, eroberten die Smartphones die Welt und sind mittlerweile für viele Menschen der Hauptzugangspunkt zum Internet. Ein Trend, den Intel fast komplett verschlief und unter dem Intel stark litt. An diesem Bild dürfte sich zwar in den kommenden gut 12 Monaten wenig ändern – so schrumpft der PC-Markt laut Angaben von Forschungsinstituten weiter und Konkurrenten wie AMD gewinnen Marktanteile im CPU-Geschäft. Wenig überraschend also, dass Analysten für Intel in diesem Jahr einen Umsatzrückgang von 1.4% erwarten. Allerdings könnte die Aktie auf Sicht von drei bis vier Jahren zu einer sehr aussichtsreichen Wette reifen. Denn der Konzern arbeitet mit Hochdruck daran, sich komplett neu auszurichten. Das klassische Chipgeschäft für PCs, Server und Co. dürfte in den kommenden Jahren an Bedeutung verlieren. Denn Intel sieht die grössten Chancen rund um das Megatrendthema „autonomes Fahren“. Mit der Investition von USD 15.3 Milliarden für den Kauf des Vision-Tech-Spezialisten Mobileye hat sich Intel klar positioniert. Intel will sein Know-how nutzen, um eine komplette Chip-Plattform für die Zukunft des Autofahrens anbieten zu können. Vor wenigen Tagen kündigte der amerikanische Techkonzern an, bis Ende des Jahres eine Flotte von 100 selbstfahrenden Fahrzeugen aufstellen zu wollen – eine Versuchsflotte, die in den USA, Israel und Europa Erfahrungen sammeln soll. Es handelt sich dabei um Autos mit dem „Ausbaustandard 4“, der gegenwärtigen Königsklasse in diesem Segment. Der Standard ermöglicht das Fahren weitestgehend ohne menschliche Hilfe. Autos ganz ohne menschlichen Fahrer, das Level 5, existieren noch nicht. Es fehlen genügend Test- und Erfahrungswerte sowie die gesetzlichen Grundlagen. Intel ist zudem seit längerem Mitglied in einer Allianz von Unternehmen, die die Produktion von selbstfahrenden Autos vorantreiben und bis zum Jahr 2021 serienreife Autos herstellen wollen. Zu dieser Allianz zählt neben Intel auch BMW, MobilEye (jetzt Intel) und Continental. Zudem ist Fiat Chrysler jüngst der Allianz beigetreten. Ziel ist eine Technologie-Plattform, die von den Kunden, Autoherstellern und Zulieferern individuell angepasst werden kann.
Konklusion:
Das Thema „Autonomes Fahren“ könnte Intel langfristig zu neuem Glanz verhelfen. Anleger brauchen einen langen Atem, bevor sich der Umbau bemerkbar macht. Mutige Anleger greifen bereits jetzt zu!