
„Ohne Wachstum stirbt ein Unternehmen“. So lautet das Credo des Inditex-Gründers und Mehrheitsaktionärs (60%) Amancio Ortega. Der mittlerweile 79-Jährige hat sich zwar schon vor geraumer Zeit aus dem operativen Geschäft zurückgezogen. Die jüngst vorgelegten Zahlen des spanischen Modekonzerns dürften aber ganz nach seinem Geschmack gewesen sein. Sowohl der Umsatz als auch der Gewinn stiegen um je 15% auf EUR 20.9 Milliarden beziehungsweise EUR 2.8 Milliarden. Der geschäftliche Erfolg soll nun auch den Aktionären zugutekommen. Die Dividende für das per Ende Januar 2016 abgeschlossene Geschäftsjahr soll um 15.6% auf EUR 0.60 pro Anteilsschein erhöht werden. Das grösste Zugpferd im Inditex-Stall ist und bleibt die Modekette Zara, sowie dessen Online-Ableger Zara-Home. Zara steigerte den Umsatz um starke 17.5% auf EUR 13.6 Milliarden, bei Zara-Home stiegen die Erlöse um 21.5% auf EUR 666 Millionen. Wir gehen davon aus, dass Inditex im Allgemeinen und Zara im Speziellen weiter stark wachsen werden und sich im Vergleich zu anderen Modeketten wie Abercrombie oder Hugo Boss keine Blösse geben. Das schnell wechselnde Sortiment – mehrmals im Jahr werden neue Modetrends in den Shops aufgelegt – sowie die Preispolitik im tiefen bis mittleren Preisbereich sind aus unserer Sicht ein Trumpf, der auch im laufenden Geschäftsjahr wieder ein beachtliches Wachstum generieren sollte. Wir erwarten, dass Inditex auf Konzernebene das Ebit und den Ertrag pro Aktie im niedrigen zweistelligen prozentualen Bereich steigern kann.
Konklusion:
Das Papier wird gegenwärtig mit einem Aufschlag zu den Wettbewerbern gehandelt. Wir halten diesen aufgrund der starken Marktposition von Inditex für gerechtfertigt. Halten Sie den Titel!