+11.66%
YTD 2026
+15.08%
Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
+12.28%
Jahr 2023
-6.63%
Jahr 2022

H&M

Vor einigen Tagen stellte H&M nach einigen schwachen Geschäftszahlen in Folge die Umsatzzahlen des dritten Quartals vor und berichtete über einen Anstieg von rund 9% auf EUR 5.3 Milliarden. Das solide Wachstum hat uns sowie zahlreiche andere Marktbeobachter positiv überrascht. Auch wenn wir noch nicht von einer nachhaltigen Trendwende sprechen wollen, so scheinen die eingeleiteten Massnahmen schneller als erwartet Wirkung zu zeigen. Der Ausbau des Onlinehandels steht dabei ganz oben auf der Agenda der schwedischen Modekette. Mehr als die Hälfte des Investitionsbudgets soll in diesem Jahr in den Ausbau des Onlinehandels entfallen. Um mindestens 25% soll das Geschäft wachsen. Aber der verspätete Einstieg in den Onlinehandel ist nicht das einzige Problem, welches H&M zu lösen hat. Auch der moderne Massengeschmack stellt H&M vor Herausforderungen. Die jungen Konsumenten verlangen nach permanenter Abwechslung. Dafür ist H&M aber mittlerweile zu träge. Zwar produziert der Konzern in asiatischen Billiglohnländern und kann daher seine Produkte günstig anbieten. Allerdings sind die Wege weit. Denn wenn die Kollektionen in den Filialen liegen, sind sie eventuell bereits wieder „von gestern“. Das führt zu hohen Lagerbeständen und steigenden Lagerkosten. Um diese abzubauen, muss H&M die Kleider mit Rabatt anbieten, was wiederum auf die Marge drückt. Deshalb arbeitet H&M derzeit daran, das Logistiksystem zu verändern, um schneller und flexibler auf Marktveränderungen reagieren zu können. Aber dies braucht Zeit.
Konklusion:
Investierte Anleger können die Aktie von H&M halten. Wir raten jedoch davon ab, auf einen raschen Turnaround zu wetten. Dafür erscheinen uns die Probleme nach wie vor zu gross.