
Die Q2-Zahlen der schwedischen Modekette Hennes & Mauritz (H&M) bestätigen unsere in Ausgabe 16/2018 geäusserte negative Sicht auf den Konzern. Der Turnaround ist noch weit, sehr weit entfernt. Im zweiten Quartal konnten die Schweden den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr nur um schwache 1.6% auf SEK 60.5 Milliarden erhöhen. Verheerend ist jedoch die Gewinnentwicklung: Der Gewinn sank im Vergleich zum Vorjahr um ein Fünftel auf umgerechnet CHF 512 Millionen oder SEK 4.6 Milliarden. Und die kurzfristigen Aussichten für das laufende dritte Quartal sind nicht viel besser. Einerseits sitzt der Konzern nach wie vor auf viel zu hohen Lagerbeständen, was andererseits weitere Preisnachlässe und somit weiter sinkende Margen signalisiert. Zugleich entwickelt sich vor allem das Online-Geschäft von H&M enttäuschend langsam. Die Umsätze legten nur um 17% zu, was deutlich unter dem Gesamtjahresziel eines Umsatzwachstums von 25% im Online-Geschäft liegt. Wir halten an unserer Verkaufsempfehlung unverändert fest.
Konklusion:
Der schwedische Modekonzern dürfte auch im laufenden dritten Quartal leiden. Noch scheinen die eingeleiteten Restrukturierungsmassnahmen nicht zu greifen.