
Die schwedische Modekette galt trotz seiner Grösse in den letzten Jahren als wachstumsstarkes Unternehmen. Schnell wechselnde Kollektionen, tiefe Preise und viele Filialen waren die Erfolgsgaranten. Doch auch H&M spürt den Wandel im Konsumverhalten. Die Menschen kaufen verstärkt über das Internet ihre Kleider. Die jüngst vorgelegten Zahlen für das vierte Geschäftsquartal waren entsprechend schlecht. Der Umsatz (ohne Mehrwertsteuer) sank um 4% auf SEK 50.4 Milliarden. Analysten hatten mit SEK 53.9 Milliarden gerechnet. Dabei musste H&M einräumen, dass sich vor allem der stationäre Handel schwach entwickelte. Es seien weniger Kunden in die Läden gekommen als gedacht, so H&M. Die Schweden greifen nun nach den schon fast üblichen Restukturierungsmassnahmen. Filialen werden geschlossen und das Online-Angebot soll ausgebaut werden. Die Konzernführung muss sich fragen lassen, warum man erst so spät auf den Wandel im Konsumverhalten reagiert.
Konklusion:
Die Restrukturierungsmassnahmen sind nicht sonderlich innovativ und werden Zeit brauchen, bis sie sich im Geschäftgang positiv bemerkbar machen. Ein Investment drängt sich nicht auf.