
Der anziehende Welthandel hat der Betreibergesellschaft des Hamburger Hafens ein kräftiges Umsatz- und Gewinnwachstum in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres beschert. Die Erlöse stiegen von EUR 871 Millionen im Vorjahr auf knapp EUR 943 Millionen, das operative Ergebnis auf Stufe Ebit verbesserte sich um 22.3% auf EUR 155 Millionen und der Nettogewinn stieg um 24% auf EUR 142.5 Millionen. Damit konnte unser ehemaliger Depotwert die Analysten-Vorgaben beim Ebit und Nettogewinn deutlich um je gut 20% schlagen. Dass HHLA die Jahresprognosen angesichts der guten Entwicklung nicht erhöhte, kommt bei uns und vielen anderen Marktteilnehmern negativ an. Grundsätzlich scheint die Hafenbetreiberin auf einem guten Weg zu sein, um vom steigenden Welthandel überdurchschnittlich zu profitieren. Die Aktie ist mit einem Kurssprung seit Mitte des Jahres der realen Entwicklung weit vorausgelaufen (ytd: +55%).
Konklusion:
Der Verkauf der Reederei Hamburg-Süd an Moeller-Maersk ist ein Unsicherheitsfaktor für 2018. Es könnte sich negativ auf die Volumen niederschlagen. Investierte Anleger sollten die Gewinne mitnehmen.