
Nach einem sehr guten Start ins Börsenjahr 2018 ist die Aktie des amerikanischen Motorradherstellers in den vergangenen Monaten kräftig unter die Räder gekommen. In den ersten Wochen 2018 konnte die Aktie noch fast 10% zulegen, bevor die negative Trendwende einsetzte. Mittlerweile notiert das Papier gut 20% unter dem Stand zu Jahresbeginn. Der Handelsstreit zwischen den USA und Europa könnte die Talfahrt zudem beschleunigen. Denn der Motorradhersteller hatte angesichts eines schwächelnden Heimatmarktes ursprünglich geplant, den Auslands-Umsatzanteil von 43% auf 50% zu erhöhen, wobei Europa mit Afrika derzeit gut ein Viertel zum Umsatz beitragen. Sollte die EU ihre Vergeltungsmassnahmen auf die US-Schutzzölle wahr machen, wären grosse Motorräder, wie jene von Harley Davidson, davon betroffen. Entsprechend dürften die Verkaufspreise in Europa steigen, was Kunden vergrätzen dürfte. Auch ohne die Vergeltungszölle der EU rechnet das Unternehmen schon mit Mehrkosten von USD 15 Millionen bis USD 20 Millionen Dollar, die ihm durch die Stahl- und Aluminiumzölle entstehen.
Konklusion:
Harley Davidson könnte ein prominentes Opfer im Handelsstreit zwischen den USA und Europa werden. Höhere Kosten und schwächere Verkaufszahlen dürften den Konzern massiv belasten.