
Auch wenn der Kunststoffverarbeiter im ersten Halbjahr vorderhand kräftig gewachsen ist (+11.5%), überzeugen kann uns der Konzern nicht. Denn die Qualität des Wachstums erscheint uns fraglich. Einerseits profitierte Gurit kräftig von günstigen Währungsverhältnissen. Andererseits verbuchte lediglich eine (Formenbau +70%) von vier Konzernsparten ein markantes Umsatzwachstum. Die schwache Nachfrage aus dem Bereich Windenergie und dem Autosektor dürfte auch die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte prägen. Wenig erfreulich ist auch die Margenentwicklung: Im ersten Halbjahr war die Betriebsgewinnmarge auf 8.2% des Nettoumsatzes gefallen, nachdem sie im Vorjahressemester noch 12.1% betragen hatte. Eine wesentliche Besserung dürfte sich im zweiten Halbjahr nicht einstellen.