
Beim britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline verdüstern sich die Zukunftsaussichten merklich. Der Konzern fürchtet in seinen Kerngeschäften mit Atemwegsmedikamenten und HIV-Arzneien einen zunehmenden Wettbewerbsdruck durch Generika-Hersteller. Das britische Unternehmen befürchtet einen Gewinnrückgang in diesem Jahr, wenn günstigere Kopien seines Asthma-Inhalators Advair bis Mitte des Jahres in den USA – wie von vielen Analysten erwartet – auf den Markt kommen. Konkret könnte der Gewinn pro Aktie um bis zu 3% niedriger ausfallen. Dennoch ist Glaxo-CEO Emma Walmsley „zunehmend zuversichtlich“, dass der Konzern bis 2020 ein Ergebniswachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich erzielen kann. Hochkarätige Forscher wurde und werden von der Konkurrenz abgeworben, um die eigene Produktpipeline mit aussichtsreichen Medikamenten aufzufüllen. Zudem halten sich am Markt Gerüchte, dass Glaxo an einem Kauf des Geschäfts mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten von Pfizer interessiert sei. Allerdings will Pfizer gemäss Angaben vom Handelsparkett nicht weniger als USD 20 Milliarden für das Geschäft.
Konklusion:
Glaxo stimmt seine Aktionäre auf ein mageres Jahr ein. Zudem sind die langfristigen Aussichten wenig visibel. Wir ziehen derzeit Investments in Novartis vor.