+11.66%
YTD 2026
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Jahr 2025
+23.37%
Jahr 2024
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Jahr 2023
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Jahr 2022

Givaudan

In Zeiten der Krise erfreuen sich sog. Burggraben-Aktien unter Anlegern steigender Beliebtheit. Darunter versteht man Anteilsscheine von Unternehmen, welche sich dem Wettbewerb durch eine kaum zu kopierende Geschäftsstrategie grossteils entziehen. Sie errichten praktisch einen Burggraben um sich herum, der so einfach von Konkurrenten nicht überwunden werden kann. In welcher Weise sich dieser Graben manifestiert, kann völlig unterschiedlich ausgeprägt sein: Das technologische Know how im Unternehmen, die Unternehmensgrösse, Skaleneffekte, Preissetzungsmacht oder ein positiv konnotiertes Markenimage – all das kann den Burggraben ausmachen. Auch in der Schweiz gibt es Unternehmen, die genau einen solchen Graben um sich gezogen haben. Nestlé mit seinen Marken wie Nespresso, Maggi oder Mövenpick ist das vielleicht bekannteste Unternehmen dieser Art. Aber die Schweiz bietet weitere tolle, wachstumsstarke Unternehmen, welche sich in den vergangenen Jahrzehnten einen unkopierbaren Wettbewerbsvorteil erarbeitet haben. Wir wollen unseren Blick auf Givaudan richten – dem Riechstoff- und Aromenhersteller aus der Westschweiz, welcher seit Jahren mit beeindruckenden Umsatz- und Gewinnzahlen von sich reden gibt. Die Schweizer sind mit einem Marktanteil von rund 25% die unbestrittene Nummer 1 auf dem Markt – dahinter folgen das US-Unternehmen IFF (International Flavors & Fragrances), die deutsche Symrise und die in Genf ansässige Firmenich. Trotz der Coronakrise und des Absturzes der Aktienkurse auf breiter Front haben sich die Anteilsscheine von Givaudan stabil gehalten. Zwar sackte auch das Papier vom Hoch im Februar um gut 20 Prozentpunkte auf minus 11% ytd ab. Doch der Titel hat sich schnell erholt und notiert mittlerweile wieder auf dem Niveau zum Jahreswechsel 2019/20. Zwar nahmen die Analysten von Goldman Sachs vor wenigen Tagen ihr Kursziel für den Titel von CHF 2‘880 auf neu CHF 2‘750 zurück und begründeten diesen Schritt mit wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie. Noch zeigt sich aber eine Vielzahl von Analysten überzeugt, dass Givaudan die erlittenen Rückschläge in Q1 und Q2 recht schnell aufholen wird. Zwar erscheinen uns die gegenwärtigen Konsensprognosen für 2020 auf Stufe Ebit und Ertrag pro Aktie von +17% bzw. +24% deutlich zu optimistisch, was angesichts der globalen Konjunkturverfassung auch nicht weiter beunruhigt. Viel essenzieller erscheint uns hingegen, dass die gegenwärtigen Konsensprognosen für 2021 und 2022 demgegenüber noch nicht das Aufholpotenzial des Unternehmens widerspiegeln. Wir halten es im Bereich des Möglichen, dass Givaudan 2021 und 2022 um 10 bis 15 Prozentpunkte schneller wächst, als bisher erwartet wird.

Konklusion:
Die langfristigen Aussichten des weltgrössten Schweizer Riech- und Aromenherstellers sind ausgezeichnet. Die Delle 2020 dürfte in den Folgejahren mehr als kompensiert werden.